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46 Millionen Euro für „Seute Deern“
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Aktualisiert vor 38 Minuten.

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Online-Karte zeigt Unfallschwerpunkte

28.08.2019

Oldenburger Land Mehr als 14 Unfälle gab es im vergangenen Jahr auf der Bockhorner Straße (B 437) in Varel zwischen Borgstede und Rodenkirchener Straße, mehr als 59 waren es auf der ganzen Länge der Donnerschweer Straße. Das zeigt der Unfallatlas 2018 der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Doch die Online-Karte, die im vergangenen Jahr erstmals für Niedersachsen vorgestellt wurde, muss auf bestimmte Art gelesen werden.

Die erste Einschränkung findet sich schon bei den Unfällen, die überhaupt aufgenommen werden. Die Daten basieren auf den Meldungen der jeweiligen Polizeidienststellen. Wenn die Polizei nicht gerufen wurde, fehlt der Unfall entsprechend im Register. Zudem stellt der Atlas nur jene dar, bei denen auch Menschen zu Schaden gekommen sind. Unfälle, bei denen nur Sachschaden entstanden ist, finden keinen Eingang.

Frage der Definition

Aber wie sind Personenschäden definiert? In der Legende des Unfallatlas wie folgt: Unfälle mit Todesfolge sind die, bei denen ein Mensch entweder noch am Unfallort oder innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall an dessen Folgen verstorben ist. Als Schwerverletzte gelten all die Menschen, die unmittelbar nach dem Unfall für mindestens 24 Stunden stationär in ein Krankenhaus aufgenommen wurden. Leichtverletzte sind „alle übrigen Verletzten“.

Diese Einstufungen basieren allerdings nicht zwangsläufig auf der Einschätzung von medizinischem Personal, sondern orientieren sich an den Abstufungen, die die Polizei vornimmt. „Wer über Schmerzen klagt oder für weniger als 24 Stunden ins Krankenhaus kommt, gilt für uns als leichtverletzt“, heißt es auf Nachfrage seitens der Polizei. Die weiteren Definitionen, die im Unfallatlas stehen, entsprechen ebenfalls der polizeilichen Beschreibung. Im Polizeigebrauch ist derweil noch von schwerstverletzt, als Zwischenstufe zwischen schwer- und lebensgefährlich, zu finden. Lebensgefährlich beruht laut Auskunft in der Regel auf Einschätzungen durch Notärzte oder anderes medizinisches Personal vor Ort.

Aber nicht nur nach Schwere der Verletzungen lässt sich die Karte sortieren. Weitere Auswahlmöglichkeiten sind beispielsweise Unfälle mit Pkw-, „Güter-Kfz“- oder Fußgängerbeteiligung.

Abstufungen bei tödlich

Wer die Medienberichterstattungen zu tödlichen Unfällen mit der Online-Karte vergleicht, der stößt allerdings auf Lücken. Das hängt mit einer weiteren, besonderen Definition zusammen: Nur wenn der Unfall selbst Todesursache ist, wird dieser als „Unfall mit Getöteten“ definiert. Beispiel: Erleidet jemand einen Herzinfarkt und verunfallt deswegen mit seinem Auto, zählt dies nicht als „Unfall mit Getöteten“. Auch wenn in einer ersten Pressemitteilung vielleicht noch von einem tödlichen Unfall die Rede ist. Auch Unfälle, die auf Suizid zurückzuführen sind, werden nicht gelistet.

Weiter und enger Blick

Für einen ersten Überblick über Unfallschwerpunkte kann der Unfall-Atlas dennoch dienen. Der Kartenabschnitt kann dabei beliebig verändert werden. Der Maßstab lässt sich dabei bis zu 1:1128 vergrößern, die Startansicht zeigt das ausgewählte Bundesland, wobei nicht alle enthalten sind, im Maßstab 1:1 155 000. Bis 1:100 000 werden nur Unfälle auf Autobahnen und Bundesstraßen gezeigt.

Ab einem gewissen Punkt (1:50 000) werden die einzelnen Unfallpunkte, die auf den Geodaten der Polizei basieren, dargestellt.

Straßenabschnitte, auf denen es häufig zu Unfällen kommt, werden farblich zusammengefasst. Die Zahl der Unfälle variiert je nach Maßstab. Als Beispiel die eingangs erwähnte Donnerschweer Straße in Oldenburg.

Einzelne Straßen

Bei einem Maßstab von 1:144 448 (ein Zentimeter auf der Karte entspricht ungefähr 1,44 Kilometer in der Realität) ist der Verlauf der Donnerschweer Straße als Unfallschwerpunkt der in diesem Fall höchsten Kategorie (59-125 Unfälle auf dem gesamten Abschnitt) gekennzeichnet.

Wird der Ausschnitt genauer gewählt, wird aber schnell deutlich, dass viele Abschnitte nur einen Unfall mit Personenschaden in 2018 zu verzeichnen hatten. Auf anderen Abschnitten hingegen, wie im Bereich zwischen der Sonnenkamp- und der Nibelungenstraße, häufen sich Unfälle tatsächlich. Eine einblendbare Tabelle gibt weitere Infos zur Art des markierten Unfalls.

Die Suche nach bestimmten Straßen oder Orten ist möglich.

2017 und 2018

Aber nicht nur Orte können genau dargestellt werden, der Online-Atlas lässt auch einen indirekten Vergleich zwischen verschiedenen Jahren zu. So lassen sich die Auswertungen für 2018 oder 2017 (für manche Bundesländer auch 2016) anzeigen.

Die Karte des Statistikportals eignet sich also durchaus dafür, Streckenabschnitte in der Gesamtheit zu betrachten. Für einen genaueren Blick auf das Unfallgeschehen sowie die Entwicklung der Unfallzahlen empfiehlt sich ergänzend aber die offizielle Verkehrsunfallstatistik der Polizeidirektion Oldenburg.


Den Unfallatlas finden Sie unter   unfallatlas.statistikportal.de 
Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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