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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Jugendamt bekam schon während Schwangerschaft Hinweis aus Familie

19.05.2018

Osnabrück Im Fall des wohl von seinem Vater lebensgefährlich verletzten Säuglings aus Osnabrück hat das Jugendamt schon während der Schwangerschaft einen Hinweis aus der Familie erhalten. „Wir haben den Kontakt gesucht“, sagte Stadtsprecher Gerhard Meyering am Freitag. „Dabei ist klar geworden, dass die Familie Hilfe braucht.“ Das Amt habe Angebote gemacht, die Eltern seien „sehr kooperativ“ gewesen. Hinweise auf eine Gefährdung des Kindeswohls habe es nicht gegeben. Zuvor hatte NDR 1 Niedersachsen darüber berichtet.

Nach Angaben des Sprechers wurde vereinbart, dass die Eltern sich nach der Geburt melden. „Wer genau aus dem Umfeld des Paares den Hinweis gegeben hat, werden wir aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen nicht sagen“, erklärte Stadtsprecher Sven Jürgensen später.

„Es gibt keinen Anfangsverdacht für Versäumnisse“, sagte Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer. „Gegen die Mitarbeiter des Jugendamtes der Stadt Osnabrück ermitteln wir nicht, das ist absurd“, betonte er am Freitag. Staatsanwaltschaft, Polizei und Stadt wollten keine näheren Angaben zum Hintergrund der Familie machen.

Zum Gesundheitszustand des kleinen Jungen gab es am Freitag keine neuen Erkenntnisse. Das Kind sei lebensgefährlich verletzt worden, sein Zustand sei aber weiterhin stabil, sagte Retemeyer. „Sollte das Kind überleben, so sind bleibende Schäden zu befürchten.“

Gegen den Vater des erst wenige Tage alten Kindes hatte das Amtsgericht Osnabrück am Donnerstag Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. Das Kind habe geschrien, da habe er es ruhig stellen wollen, hatte der 24-Jährige in der polizeilichen Vernehmung nach Angaben der Staatsanwaltschaft ausgesagt.

Nach der ursprünglichen Darstellung der Eltern sollte angeblich ein fremder Hund das Kind auf einer Wiese im Ortteil Hellern angegriffen haben. „Wir gehen davon aus, dass sich die Mutter zum Tatzeitpunkt nicht in der Wohnung aufgehalten hat“, sagte Retemeyer am Freitag. „An der erlogenen Hundegeschichte war sie aber beteiligt.“

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