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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Betrugsvorwurf: Luxusautos und Armbanduhren beschlagnahmt

30.05.2020

Osnabrück /Bakum Mit fingierten Windpark-Projekten soll eine Unternehmerfamilie aus dem Emsland Millionen ergaunert haben. Die Abteilung für organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Osnabrück in Zusammenarbeit mit der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück und auswärtigen Polizeidienststellen hatte nach monatelangen Ermittlungen Mitte April zahlreiche Objekte in fünf Bundesländern durchsucht und vier Beschuldigte verhaftet.

Die Beschuldigten gehören einer Unternehmerfamilie aus dem Emsland an. Sie sollen sich dazu verabredet haben, Investoren mittels gefälschter Urkunden über die Realisierungsfähigkeit der von ihnen konzeptionierten Windkraftprojekte zu täuschen, um die Vorhaben sodann teuer zu verkaufen.

Geständnis abgelegt

Eine der Beschuldigten, die in Untersuchungshaft sitzen, hat in Vernehmungen am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Mai, in Nürnberg ein Geständnis abgelegt und die ihr zur Last gelegten Straftaten gestanden. Dabei hat sie auch ihre Mittäter belastet.

Das Amtsgericht Osnabrück hatte gegen die vier Tatverdächtigen Untersuchungshaftbefehle angeordnet. Sie seien dringend tatverdächtig, sich zu Betrugstaten mit einem drohenden Schaden in dreistelliger Millionenhöhe verabredet zu haben.

Außerdem sollen sie Urkunden gefälscht haben. Unter anderem sollen drei internationale Großkonzerne zu den Geschädigten gehören, wobei die Konzerne um nahezu zehn Millionen Euro betrogen wurden. Die Konzerne hatten in angebliche Windkraftprojekte der Beschuldigten investiert.

Tatsächlich, so die Ermittler, hätten die Beschuldigten nie geplant, die Windkraftprojekte auch umzusetzen. Vielmehr diente den Beschuldigten eine ganze Vielzahl gefälschter Schreiben dazu, die Investoren darüber zu täuschen, dass die von ihnen konzeptionierten Windkraftprojekte tatsächlich umzusetzen sind. Tatsächlich verfügten die Beschuldigten in einer Vielzahl an Fällen nicht einmal über Rechte an den Flächen der geplanten Windparks.

Bereits am 13. und 14. Mai fand eine Pfändungsaktion in drei Bundesländern statt, um Vermögenswerte für die Geschädigten zu sichern. Finanzermittler der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück konnten in Schleswig-Holstein, Bayern und Niedersachsen Vermögenswerte in Höhe von mehr als einer Million Euro sicherstellen.

Villa in Südoldenburg

Unter anderem konnten die Ermittler an fünf Wohnobjekten der Beschuldigten Werte sichern: In Starnberg waren es zwei Luxuslimousinen der Marke Bentley (Modelle Bentayga V8 und Continental GT) im Wert von 400 000 Euro, in Fürth ein Bentley des Modells Mulsanne Speed im Wert von 300 000 Euro, eine Rolex-Armbanduhr (Modell „Daytona Platinum“) im Wert von 90 000 Euro und ein Ring im Wert von 5000 Euro.

In Nürnberg beschlagnahmten die Fahnder unter anderem Bargeld in Höhe von 15 000 Euro, eine Rolex-Armbanduhr (Modell „Datejust“) im Wert von rund 21 000 Euro, sowie hochwertige Reise- und Handkoffer und Handtaschen der Marken Louis Vuitton und Rimowa.

In einem weiteren Objekt in Lübeck konnten ein Porsche (Modell Cayenne S) im Wert von rund 120 000 Euro sowie Bargeld in Höhe von über 4000 Euro sichergestellt werden. Des Weiteren pfändeten Finanzermittler in einer Villa in Bakum/Kreis Vechta die Inneneinrichtung des Hauses. Der Wert der gepfändeten luxuriösen Möbel und Einrichtungsgegenstände dürfte nach Schätzungen der Ermittler sechsstellig zu beziffern sein. Die Villa selbst ist mit Grundpfandrechten der mutmaßlich geschädigten Großkonzerne belastet.

Zudem konnte Geld auf diversen Konten in sechsstelliger Höhe gesichert werden. Bereits anlässlich der Festnahmen vom 17. April 2020 wurden erhebliche Summen an Bargeld, über 200 Schmuck-gegenstände sowie ein Mercedes AMG beschlagnahmt.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Polizei in Osnabrück dauern an. Weitere Hinweise werden erbeten. Potenzielle Betrugsopfer können sich an die Polizei in Osnabrück unter Tel. 0541/327-6302 wenden.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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