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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

30-Jähriger soll Sohn der Freundin zu Tode geschüttelt haben

15.08.2017

Osnabrück Ein 30-Jähriger aus Osnabrück soll den kleinen Sohn seiner Lebensgefährtin zu Tode geschüttelt haben. Wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte, kam der Mann wegen Totschlags und Misshandlung Schutzbefohlener in Untersuchungshaft. Der 30-Jährige soll den ein Jahr alten Jungen am 8. August getötet haben.

Er sei an dem Abend mit dem Kind alleine in der Wohnung gewesen und habe das unruhige und weinerliche Baby so lange geschüttelt, bis es ruhig gewesen sei, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Kind erlitt Verletzungen im Gehirn, die zunächst zum Koma und dann zu Tod führten. Der Mann soll in der Nacht etwa vier Stunden neben dem ruhigen Kind geschlafen haben. Nach Angaben der Stadt starb es am Samstag.

Der Mann habe mit der Mutter des Kindes seit vier oder fünf Monaten zusammen gelebt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Alexander Retemeyer. „Er ist noch woanders gemeldet, aber wohnt offenkundig in der Wohnung der Frau.“ In der Familie gebe es noch ein weiteres Kind im Alter von drei Jahren. Die Ermittlungen in dem Fall stünden noch ganz am Anfang, sagte Retemeyer.

Dem Jugendamt der Stadt Osnabrück sei die Familie wegen einer länger zurückliegenden Geschichte bekannt gewesen, sagte Stadtsprecher Sven Jürgensen. „Es gab keinerlei Hinweise darauf, dass es zu einer gefährlichen Situation für das Kind hätte kommen können“, sagte der Stadtsprecher.

Es habe daher auch keinen aktuellen Anlass für die Behörde gegeben, Kontakt mit der Familie aufzunehmen und einzuschreiten. Der Grund, weshalb das Jugendamt vor einigen Jahren mit der Familie zu tun hatte, habe mit diesem Fall nichts zu tun. Weitere Auskünfte gab die Stadt unter Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte der Familienmitglieder zunächst nicht.

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