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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Putzfrau bekam plötzlich 225 285 Euro Gehalt

08.11.2019

Osnabrück Statt 340 Euro plötzlich 225 285 Euro Gehalt auf dem Konto – aber statt im Reichtum zu leben, muss die Putzfrau am Ende nicht nur das zu viel gezahlte Gehalt zurückerstatten, sondern auch noch eine Geldstrafe von 1200 Euro zahlen. Denn um den irrtümlich ausbezahlten Lohn zu behalten, hatte die 27-Jährige versucht, ihren Arbeitgeber zu erpressen.

Am Donnerstag war die Frau war erneut nicht zur Berufungsverhandlung am Landgericht Osnabrück erschienen. Sowohl Verteidigerin als auch Staatsanwalt zogen daraufhin ihre Berufungsanträge zurück. Damit ist die Verurteilung am Amtsgericht vom Mai wegen versuchter Erpressung nun rechtskräftig.

Die 27-Jährige, die bei einem großen Gebäudedienstleister arbeitete, hatte als geringfügig Beschäftigte im Monat 340 Euro netto verdient. Im Juni 2018 unterlief einer Mitarbeiterin im Personalbüro ihres Arbeitgebers ein Irrtum: Sie trug versehentlich die Personalnummer der Putzfrau in das Feld für den auszuzahlenden Betrag ein – und überwies so 224 945 Euro zu viel auf deren Konto.

Der Arbeitgeber bemerkte den Fehler und forderte das Geld zurück. Die junge Frau verzögerte die Rückzahlung aber immer wieder und verlangte Geld dafür, dass sie das zu viel gezahlte Gehalt zurücküberweist. Rechtlich habe sie keinen Anspruch auf das Geld, und das sei ihr auch bewusst gewesen, hatte das Amtsgericht festgestellt.

Die Putzfrau und ihr Arbeitgeber stritten sich auch am Arbeitsgericht. Dort stimmte die 27-Jährige der Rückzahlung letztlich zu, hatte aber zu diesem Zeitpunkt per Abhebungen und Überweisungen wohl schon rund 100 000 Euro beiseitegeschafft.

Nachdem ein erster Termin im Berufungsverfahren im August platzte, weil sich die 27-Jährige zu dieser Zeit in ihrer Heimat Bulgarien aufhielt, sollte nun erneut über das Urteil des Amtsgerichts verhandelt werden. Allerdings war die Frau wieder nicht zu dem Termin erschienen.

Sie habe zwar versucht, ihre Mandantin zu erreichen, es sei ihr aber nicht gelungen, räumte die Anwältin ein. Sie verwies auf ihre Prozessvollmacht, die es ihr erlaube, auf Rechtsmittel zu verzichten, und zog die Berufung zurück.

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