Osnabrück - Die Polizeidirektion Osnabrück intensiviert die Ermittlungsarbeit gegen Geldautomaten-Sprengungen. Wie die Behörde am Freitag in Osnabrück mitteilte, sollen die Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft und den örtlichen Polizeiinspektionen von der Zentralen Kriminalitätsinspektion Osnabrück aus geführt werden. Allein im Emsland gab es von November 2019 bis Januar 2020 sieben versuchte oder vollendete Sprengungen von Geldautomaten.

Die Kriminalbeamten wollen die Taten mit einem überregionalen Ansatz analysieren und bei den Ermittlungen auch grenzüberschreitende Tatzusammenhänge aufklären. „Die Tätergruppierung ist nach unseren Informationen gut organisiert und agiert meist aus den Niederlanden heraus“, sagte der Sprecher der Polizeidirektion, Marco Ellermann. Die Osnabrücker Polizisten setzen auf ihre gute Vernetzung mit ihren Kollegen in den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen.

Nach Angaben der Sprecherin des Landeskriminalamtes, Katrin Gladitz, gab es bislang in diesem Jahr fünf Taten in Niedersachsen, wovon eine Sprengung erfolgreich war – beim Rest blieb es beim Versuch. Im Januar 2019 habe es zwei Taten gegeben, im Februar neun Taten. Insgesamt seien 44 Geldautomaten in 2019 gesprengt worden, 2018 waren es noch 54 Taten.