Ramsloh - Derzeit heiß diskutiert wird im Internet die Verkehrssituation an der Schulstraße/Ecke Mootzenstraße sowie an der Mootzenstraße in Ramsloh. In einer Gruppe im Sozialen Netzwerk Facebook sprechen Saterländer von einer „unübersichtlichen Verkehrssituation“, gerade dann, wenn Kinder von ihren Eltern mit dem Auto morgens zur Grundschule gebracht werden. An der Ecke gegenüber dem Busbahnhof sei es außerdem schwierig für Schüler, die mit dem Fahrrad kommen, den Überblick zu behalten. Mitglieder der Gruppe sorgen sich gerade jetzt, wo die „dunkle Jahreszeit“ beginnt, um die Sicherheit der Kinder.
Für Schüler, die mit dem Rad kommen, gebe es keine Querungshilfen, bemängelte ein Nutzer. Zudem sei es dort schlecht ausgeleuchtet. Weil Schulwege für Kinder immer gefährlicher würden, würden viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, schreibt ein anderer Nutzer. Dabei merkten die Eltern gar nicht, dass sie diejenigen seien, die alle anderen durch ihr Verhalten gefährdeten. Ebenfalls ein Problem, so wird in der Gruppe kolportiert, sei, dass Eltern gegenüber der Grundschule/dem Kindergarten „Pusteblume“ im absoluten Halteverbot parken würden, um ihre Kinder aussteigen zu lassen.
„Extra großer Parkplatz“
Dabei gebe es einen extra großen Parkplatz neben der Grundschule und einen Parkstreifen direkt davor. Auch die Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde würde oft nicht eingehalten.
Die NWZ hat sich am Mittwoch selbst ein Bild vor Ort gemacht. Nicht nur vormittags, sondern auch mittags, wenn die Kinder abgeholt werden, wird im Halteverbot geparkt. Ein großes Problem sieht zum Beispiel Manfred Broek, Leiter des Schulzentrums Saterland an der Schulstraße, darin, dass die Kinder zur Grundschule gebracht würden. „Viele Eltern lassen ihr Kind nicht mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule gehen, wenn es nur ein bisschen regnet. Den Kindern werden so Bewegungsmöglichkeiten genommen.“ Darum herrsche dort ein relativ hohes Verkehrsaufkommen.
Silvia Beelmann, Leiterin des Kindergartens „Pusteblume“, hat schon häufiger darauf hingewiesen, dass die Parkmöglichkeiten gering seien und man auf dem Grundschul-Parkplatz parken könne. Aus dem Grund würden auch die Mitarbeiter dort ihre Autos abstellen.
Sie könne verstehen, dass Eltern ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit bei der Schule absetzen würden. Doch viele würden auch gegenüber der Schule auf der Straße halten. Und dort herrscht Halteverbot. Dabei gibt es einen Parkstreifen. Das „Durchkommen“ werde so erschwert.
Auch die Grundschule Ramsloh weiß um das Problem. Darum verschickt sie einmal im Jahr, möglichst zur „dunklen Jahreszeit“, Hinweisbriefe an die Eltern, in denen steht, wo geparkt werden darf und wo nicht.
Schilder beachten
Bürgermeister Hubert Frye ist das Thema ebenfalls bekannt. Würden alle Autofahrer die Schilder – Halteverbot und 30er-Zone – beachten, sei die Ecke keine außergewöhnliche Gefahrenstelle, sagte er im Gespräch mit der NWZ . Das Problem seien die „unvernünftigen Verkehrsteilnehmer“. Frye teilte mit, dass er sich mit der örtlichen Polizei in Verbindung setzen werde, ob sie eventuell vormittags einen Blick auf die Mootzenstraße haben könnte.
