PHIESEWARDEN - Der Brandstifter, den die Polizei im März nach mehreren Taten überführt hatte, ist wieder in Aktion getreten. Der 42-jährige Nordenhamer hat in der Nacht zu Sonntag in Phiesewarden und im Blexersander Seenpark gezündelt. Dank Zeugenhinweisen konnte die Polizei den Mann erneut festnehmen. Diesmal muss er damit rechnen, nicht so schnell wieder auf freien Fuß zu kommen. Die Staatsanwaltschaft hat einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt, über den an diesem Montag das Amtsgericht entscheiden wird.
Der 42-Jährige stand unter Alkohol, als er am Sonntag gegen 4 Uhr versuchte, im Schuppen eines Mehrfamilienhauses in Phiesewarden einen mit etwa 30 Litern Öl gefüllten Kunststofftank in Brand zu setzen. Ein Bewohner stellte den Brandgeruch frühzeitig fest und konnte die Flammen ohne Hilfe der Feuerwehr löschen. Bis auf Verrußungen entstand an dem Gebäude kein Schaden.
Die alarmierte Polizei entdeckte bei der Fahndung nach dem Mann eine brennende Holzhütte auf dem Gelände der Kinder- und Jugendfarm im Seenpark. Diese Tat, bei der die Hütte komplett abbrannte, ging ebenfalls auf das Konto des 42-Jährigen.
Bei der weiteren Fahndung bekam die Polizei von Gästen einer Geburtstagsfeier, die in Phiesewarden stattgefunden hatte, den entscheidenden Hinweis. Sie berichteten, dass bei dem Fest unerwünscht ein Unbekannter aufgetaucht war, der mit seiner Kleidung aus dem Neonazi-Millieu unangenehm aufgefallen war. Dank dieser Beschreibung konnte die Polizei den Mann verhaften, als er sich mit dem Rad auf dem Heimweg befand.
Obwohl der 42-Jährige dem rechten Spektrum zuzuordnen ist und das Haus in Phiesewarden einer türkischen Familie gehört, besteht nach Überzeugung der Polizei kein fremdenfeindlicher Hintergrund. Dort aufgefundenes Papier hatte ihn auf die Idee gebracht, in dem Schuppen zu zündeln. Bei der Vernehmung räumte der Mann die Taten ein.
