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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Polizei findet erstochene Frau in Vareler Wohnung

16.05.2017

Varel In einem Wohnhaus im Vareler Ortsteil Büppel (Landkreis Friesland) hat die Polizei in der Nacht zu Montag die Leiche einer Frau gefunden. Das bestätigte Andrea Papenroth, Sprecherin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, am Morgen auf Nachfrage der NWZ.

Der hinzugerufene Notarzt bestätigte den Tod der 39-jährigen Frau, deren Körper mehrere Stichverletzungen aufwies. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ordnete noch am Montag die Obduktion an. „Die Frau wurde heute obduziert“, bestätigte eine Polizeisprecherin am Montagabend. Mit Ergebnissen sei aber noch nicht zu rechnen, sagte Andrea Papenroth: „Bis die schriftlichen Ergebnisse vorliegen, dauert es noch mitunter ein paar Tage.“ Das liege daran, dass noch toxikologische Untersuchungen gemacht werden. „Wahrscheinlich ist aber, dass die Frau an ihren Stichverletzungen gestorben ist“, sagte die Polizei-Sprecherin.

Anwohner der Straße An den Teichwiesen berichteten von einem lauten und durchdringenden Schrei in der Nacht zu Montag, der sie aufweckte. Er sei aus der Wohnung im Erdgeschoss gekommen, in der die Tote zusammen mit ihrer 14-jährigen Tochter lebte.

Mit mehreren Beamten durchsuchte der Einsatzdienst des Polizeikommissariats Varel am Montagvormittag die Umgebung des Mehrfamilienhauses, das in einer Sackgasse eines Wohngebietes liegt. Mit Schippen, Besen und Harken durchkämmten sie eine angrenzende Wiese. Nach Angaben von Augenzeugen haben sie zudem Nachbargrundstücke überprüft sowie in den Mülltonnen nachgesehen.

Zurzeit seien die Tatumstände ungeklärt. Ebenso ist noch unbekannt, wer für die tödlichen Verletzungen der Verstorbenen verantwortlich sei. „Die Ermittlungen werden mit Hochdruck geführt. Bislang konnte die Tatwaffe, mutmaßlich eine Stichwaffe, nicht gefunden“, teilte Andrea Papenroth mit.

Die Polizei bittet die Bevölkerung daher dringend um Mithilfe: Zeugen, die eine auffällige Person oder Fahrzeuge am Abend beziehungsweise in der Nacht des 14. Mai auf den 15. Mai in Tatortnähe gesehen oder gehört haben, werden dringend gebeten, sich mit der Polizei Varel unter Tel. 04451/9230 in Verbindung zu setzen. „Jeder kleinste Hinweis könnte wichtig sein“, sagte Andrea Papenroth.

„Wenn jemand zufällig eine Stichwaffen in dem Umfeld findet, rufen sie bitte die Polizei und fassen sie sie nicht an“, bat Andrea Papenroth. Denn dieses könnte wertvolle Spuren verwischen. Die Stichwaffe könnte nicht nur ein Messer, sondern auch ein Schraubenzieher oder eine Schere sein.