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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Polizei sagt Straßendealern den Kampf an

15.12.2016

Bremen Mit einer speziellen Ermittlungseinheit hat die Polizei den Straßendealern an Brennpunkten der Hansestadt Bremen den Kampf angesagt. Die im Kern sieben Beamte zählende Gruppe soll gemeinsam mit Schutzpolizisten in der Bahnhofsgegend und im Kneipenstadtteil „Viertel“ gegen Straßendealer vorgehen.

Derk Dreyer (von links), Rainer Zottmann und Polizeisprecherin Ines Roddewig

„Wir wollen verhindern, dass es in Bremen eine offene Drogen-Szene gibt“, sagte Bremens Schutzpolizei-Leiter Rainer Zottmann am Mittwoch bei der Vorstellung der Eingreif- und Ermittlungsgruppe „Straßendeal“.

Das Konzept besteht darin, gezielt gegen „Top-Täter“ zu ermitteln, um so die Beweisbasis für Haftbefehle, Strafverfahren oder Aufenthaltsverbote zu legen. Der Leiter der zuständigen Polizeiinspektion Mitte/West, Derk Dreyer, schätzte die Zahl der Straßendealer auf insgesamt etwa 180. Davon kämen rund 100 aus Bremen, 40 aus anderen Bundesländern, und bei mindestens 40 handele es sich um minderjährige Täter. Viele kämen aus westafrikanischen Staaten. Gedealt werde vor allem mit Kokain, Heroin und Marihuana.

Im Oktober hatten Polizei und Staatsanwaltschaft nach monatelangen Ermittlungen die Zerschlagung eines Dealer-Netzwerkes in der Hansestadt gemeldet. Die Einrichtung der neuen Sondereinheit, die zunächst ein halbes Jahr arbeiten soll, ist ein weiterer Schritt zur Bekämpfung der Drogenkriminalität in Bremen.

Von der Aktion soll laut Zottmann das Signal an Dealer ausgehen: „Es lohnt sich nicht, hier nach Bremen zu kommen.“ Es gehe darum, dass in Bremen sowohl die Bahnhofsgegend als auch das Viertel sicherer für Anwohner und Besucher würden. Um Beweise gegen die Straßendealer zu sammeln, sollen auch Testkäufer aus den Reihen der Polizei eingesetzt werden.

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