Ich wohne seit 18 Monaten in Oldenburg und finde die Stadt wunderschön, wenn da nur nicht die vielen rücksichtslosen Radfahrer wären... Ich muß mich leider den Leserbriefen von Frau Nebel und Herrn Backhuß-Büsing (12.07.2016) anschließen, ich habe Angst, eines Tages auf dem Fußweg von einem Radfahrer „umgenietet“ zu werden, es muß da wirklich Abhilfe gegen diese Rücksichtslosigkeit geschaffen werden.
Die im o.a. gemachten Angaben des Herrn L. sind leider völlig falsch. Die Bahnhofsallee verfügt zwar über einen farblich abgesetzten „Fahrradstreifen“ neben dem Fußweg, westwärts der Kfz-Fahrbahn.
Allerdings ist dieser „Radweg“ seit längerer Zeit durchgängig nicht mehr als solcher mit dem Zeichen 240/ 241 gekennzeichnet. Und dies in beiden Richtungen. Somit ist die Angabe des Herrn L. falsch. Dasselbe gilt für die Aussage zum Zeichen 239 mit Zusatzzeichen 1022-10 „Radfahrer frei“. Zu dieser Kennzeichnung ist festzustellen, dass dieses Zeichen 239 auf der westlichen Seite der Bahnhofsallee an keiner Stelle montiert ist.
Das Zusatzschild „Radfahrer frei“ ist nur in nördlicher Fahrtrichtung auf die Bremer Heerstraße zu montiert. Dieses Zeichen hat aber eine ganz andere rechtliche Bedeutung, als die, die Herr L. gern darin sehen möchte. (...)
Radfahrer sollten sich dringendst um entsprechende Informationen bemühen. Ungeklärt bleibt bei dieser Konstellation allerdings die Haftungsfrage bei Nutzung eines Gehweges mit dem Zusatzzeichen 1022-10 bei Kollisionen mit Kfz, da der Radfahrer ja schon rücksichtspflichtig gegenüber Fußgängern sein muss und dazu, im Falle der Bahnhofsallee, die falsche Straßenseite benutzt.
Vielleicht wäre es mal eine Reihe wert, die Radfahrer über ihre Pflichten und die Bedeutung der Verkehrszeichen aufzuklären, am besten in Zusammenarbeit mit der Polizei.
Diese allerdings hat meiner Einschätzung nach schon viel zu lange die „Augen zugemacht“ bzgl. der Verkehrsverstöße bei Radfahrern.
