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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

PROZESS: Postbeamten aus Geldnot getötet

01.10.2008

OSNABRüCK Mit neuen Verzögerungen hat am Dienstag am Osnabrücker Landgericht der Prozess gegen drei Männer aus Nordrhein-Westfalen wegen Mordes an einem Postbeamten begonnen. Laut Anklage sollen die drei Männer im Alter von 58, 60 und 65 Jahren im Mai 1977 einen jungen Postbeamten in Hilter bei Osnabrück aus Geldnot überfallen und umgebracht haben. Sie wollten mit dem Mord einen Zeugen beseitigen, sagte Staatsanwalt Philip Brauch. Vor der Verlesung der Anklageschrift hatte die Verteidigung eines der Männer neue Anträge auf Befangenheit der Richter und auf Einstellung des Verfahrens gestellt.

Die Männer sollen damals den Postbeamten in seinem Dienstwagen mit einer fingierten Polizeikontrolle angehalten haben. In dem Auto befanden sich mindestens 42 500 D-Mark (etwa 21 000 Euro), die das Opfer zum Hauptpostamt nach Osnabrück bringen sollte. Der junge Mann, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft zum Tatzeitpunkt 19 Jahre alt war, wurde mehrere Wochen später tot im nordrhein-westfälischen Tecklenburg gefunden. Das Postfahrzeug war leer in Lengerich, ebenfalls in Nordrhein-Westfalen, entdeckt worden.

Bereits zum Verhandlungsauftakt am vergangenen Donnerstag hatte die Verteidigung des 60 Jahre alten Angeklagten Befangenheitsanträge gegen die Berufsrichter gestellt. Außerdem sollte der Fall an die Justiz in Nordrhein-Westfalen abgegeben werden. Wegen dieser Anträge hatte sich die Verlesung der Anklageschrift verschoben. Er habe Verständnis, dass die Verteidigung alle Register ziehen wolle, sagte Oberstaatsanwalt Hubert Feldkamp, der als weiterer Vertreter der Anklagebehörde an dem Prozess teilnahm.

Dennoch sollte zunächst mit der Beweisführung begonnen werden, betonte er. „Was Sie machen, ist bereits Beweiswürdigung“, sagte er an die Adresse der Verteidigung.

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