NWZ
vom 2. Januar) oder in Westerstede, wo ein Haus vermutlich ebenfalls durch einem Raketeneinschlag in Brand geriet.Gerade an der Hohle Straße reiht sich ein Reetdach ans andere, da hätte wirklich viel passieren können. Elisabeth Wadehn hatte extra aufgepasst, bis weit nach Mitternacht war sie auf der Straße mit Nachbarn zusammen, dann ging sie mit dem Gefühl ins Bett: „Gott sei Dank, diese Nacht haben wir überstanden.“ Doch am nächsten Morgen riefen die Nachbarn an, sie hatten aus dem Fenster den Rest einer Rakete im Reetdach von Elisabeth Wadehn gesehen. Die rief die Polizei an, die kam auch am Neujahrstag nach Steinhausen und fotografierte den Tatbestand. Doch die Aussagen waren ernüchternd: „Die Beamten haben mir gesagt, wenn man nicht weiß, wer geschossen hat, kann man nichts tun. Auch, weil kein Schaden entstanden ist“, berichtete Elisabeth Wadehn.
Anke Emken, die Leiterin der Abteilung für Ordnung und Soziales im Bockhorner Rathaus, erklärte am Montag gegenüber der Redaktion: „Wir haben wie jedes Jahr extra auch über dieNWZ
die Bürger darauf hingewiesen, dass es strenge Vorschriften über das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Nähe von Reetdächern gibt. Da sind Sicherheitsabstände einzuhalten. Wir müssen davon ausgehen, dass sich die Leute auch daran halten. Doch einige folgen dem nicht, und es ist für uns nicht möglich, das zu kontrollieren.“ Die Steinhauser hätten diesmal großes Glück gehabt, dass es in den vergangenen Wochen so viel geregnet hatte: „Bei trockener Witterung hätte sich tatsächlich Schlimmes ereignen können.“Ihr Rat für nächstes Silvester: „Wenn Bürger sich durch Feuerwerksraketen bedroht fühlen, gleich die Polizei rufen. Anders geht es nicht.“
