Ramsloh - Verkehrsunfälle sind leider keine Seltenheit – auch nicht im Saterland. Erst am vergangenen Sonntag war es auf der Straße Am Ostermoor (K 318)/Ecke Hasenweg in Ramsloh zu einem sehr schweren Unfall in einer 70km/h-Zone gekommen, bei dem ein 30-jähriger Motorradfahrer aus Detern ums Leben kam sowie ein 35-jähriger Pkw-Fahrer aus dem Saterland und sein elfjähriger Sohn schwer verletzt wurden.

Auf der K 318 sind teilweise 100 km/h erlaubt, teilweise 70 km/h. Aus einem Bericht der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta geht nun hervor, dass ein Teil der Kreisstraße eine Unfallhäufungsstelle darstellt. Wie Maren Otten, Sprecherin der Polizeiinspektion mitteilte, hätten sich im vergangenen Jahr allein auf der K 318/Sater Landstraße (Gemeindestraße) zwischen Ramsloh und Bollingen vier Verkehrsunfälle ereignet.

Zwei davon seien beim Einbiegen/Kreuzen passiert. „In beiden Fällen war die Unfallursache Vorfahrtsmissachtung“, so Otten. Dabei sei in einem Fall eine Person schwer verletzt, in dem anderen Fall seien zwei Personen leicht verletzt worden.

Eine weitere Ursache eines Unfalls dort sei ein Fehler beim Abbiegen nach links gewesen, sagte Otten. Eine Person wurde leicht verletzt. Der vierte Unfall war ein Fahrunfall durch nicht angepasste Geschwindigkeit. Zum Glück gab es dabei nur einen Sachschaden.

Bei einem Ortstermin an der Kreuzung sei laut Otten festgestellt worden, dass Rechtsabbieger aus Richtung Bollingen in Richtung Sedelsberg sehr weit nach hinten links schauen müssten, um den bevorrechtigten Verkehr aus nördlicher Richtung zu beachten. Daher schlägt die Verkehrskommission vor, die dortigen Verkehrszeichen „Vorfahrt gewähren“ beidseitig durch Stoppschilder zu ersetzen, Haltlinien zu markieren sowie die Stoppschilder durch „Vorfahrt gewähren“-Schilder mit dem Zusatz „Stop in 150 Metern“ vorher anzukündigen. Zudem soll die Durchschnittsgeschwindigkeit festgestellt werden. Der Landkreis werde künftig die Einhaltung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit überwachen, so die Polizeisprecherin.

Die K 318 geht kurz nach dem Kreisel (Raiffeisendamm/Scharreler Damm) in Scharrel-Neuwall in die Hauptstraße (K 343) über, die dann durch Ramsloh und durch Sedelsberg verläuft. Die Kreuzung K 343/Langholter Weg (K 316) in Ramsloh sei laut Otten 2018 eine zweite Unfallhäufungsstelle gewesne. Dort hätten sich insgesamt drei Verkehrsunfälle – alles Abbiege-Unfälle – ereignet. „Unfallursache bei allen drei Verkehrsunfällen war ungenügender Sicherheitsabstand“, so die Polizeisprecherin. Bei zwei von ihnen sei jeweils eine Person leicht verletzt worden.

Insgesamt seien im Jahr 2018 bei 240 Verkehrsunfällen im Saterland zwei Personen getötet und zwölf schwer verletzt worden. Einer der tödlichen Unfälle hatte sich im Juli auf der K 316/Moorrandweg (Gemeindestraße) zwischen Ramsloh und Langholt ereignet. Ein Unfallbeteiligter sei einige Tage später verstorben. Zu einem weiteren tödlichen Verkehrsunfall war es im August auf der Friesoyther Straße (K 343)/Am Küstenkanal (Gemeindestraße) zwischen Sedelsberg und Friesoythe gekommen. Dies sei der einzige Unfall im vergangenen Jahr im Saterland gewesen, an dem ein Motorradfahrer beteiligt gewesen sei, sagte Otten. Dieser kam aus dem Saterland und war damals tödlich verletzt worden.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland