RASTEDE - Zur Feuerwehr kam Wilhelm Wessels vergleichsweise spät, mit 22 Jahren. „Ich war beruflich viel außerhalb tätig, deswegen konnte ich nicht eher“, sagt der gelernte Fleischer. Und eines war dem heute 72-jährigen schon vor dem Eintritt in die Wehr klar: „Man muss auch regelmäßig am Dienst teilnehmen, sonst hat das keinen Sinn.“
Sein zwei Jahre älterer Bruder hat Wilhelm Wessels, der in Jaderaußendeich geboren und in Rastede aufgewachsen ist, dann überredet, in die Freiwillige Feuerwehr einzutreten. „Nachts bist du doch zu Hause, oder?“, lautete das Argument des Bruders, wie sich Wessels noch heute gut erinnert.
Die Entscheidung, zum 1. Juli 1960 in die Feuerwehr Rastede einzutreten, habe der 72-Jährige auf jeden Fall zu keinem Zeitpunkt bereut. „Es hat mir von Anfang an gut gefallen.“
Auch wenn es manchmal schon stressig gewesen sei, Beruf und den Dienst in der Feuerwehr miteinander zu vereinbaren, etwa, als er nebenbei für die Prüfung zum Schlachtermeister lernen musste. Aber vor allem die tolle Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr habe all die Mühen schnell vergessen lassen – eine Kameradschaft, die er bis heute als Mitglied der Altersabteilung pflegt.
Wilhelm Wessels weiß aber auch, wer beim Dienst in der Feuerwehr ebenfalls mitspielen muss: „Viel hängt von den Frauen ab.“ Zum Beispiel, wenn nachts mal wieder das Telefon klingelt, das extra neben dem Bett im ersten Stock des Hauses angebracht wurde, und es dann schnell gehen muss. Aber Anke Wessels kennt das schon seit ihrer Kindheit; auch ihr Vater war in der Feuerwehr aktiv.
Ebenfalls für 50 Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr Rastede geehrt wurde Johann von Nethen. Auch der 81-Jährige ist als Mitglied der Altersabteilung bis heute der Feuerwehr treu geblieben.
