Rastede - Die Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Ammerland hat am Sonntagmorgen eine Bereitschaftsübung beim Rasteder Entsorgungsunternehmen Bohmann und auf dem Gelände des Bauhofs der Gemeinde Rastede abgehalten. Die aus vier Fachzügen bestehende Feuerwehrbereitschaft hatte es dabei gleich mit verschiedenen Übungslagen zu tun, berichtet Heiko Pold, Pressewart der Freiwilligen Feuerwehr Wiefelstede.

Das Szenario: In einem Trakt, in dem sich die Lkw-Werkstatt des Entsorgungsunternehmens befindet, war es zu einem Unfall gekommen. Der dadurch entstandene Brand in der Halle forderte dann auch gleich mehrere verletzte Mitarbeiter, die von den Einsatzkräften gefunden werden mussten. Da sich Monteure auch im Bereich einiger Sandberge auf dem Gelände in Sicherheit bringen wollten, wurde auch dies zu einem weiteren Szenario. Die Verschütteten (in diesem Fall Dummie-Puppen) mussten mühsam von Hand aus dem Sandberg geschaufelt werden, schildert Pold.

Im weiteren Verlauf der Übung war auf einem hinterem Teil des Geländes ein weiterer Abschnitt gebildet worden. Dort hatte es nach einem illegalen Autorennen einen Unfall mit zwei Fahrzeugen gegeben. Insgesamt mussten dort vier Personen aus den verunfallten Autos gerettet werden. Zusätzlich sollten auch vermisste Zuschauer noch auf dem Gelände sein.

So war von der Brandbekämpfung bis zur Menschenrettung ein volles Programm geboten, denn auch die Wasserversorgung stellte sich als Aufgabe heraus. Mehr als 1,5 Kilometer lange Schlauchleitungen schlängelten sich durch die Kleibroker Straße, da die ortsnahen Hydranten defekt waren.

Für die Logistik nebst der Versorgung der mittlerweile 132 Mann starken Einsatztruppe sorgte dann der 4. Fachzug der Bereitschaft. Vertreter aus Rat und Gemeinde sowie Landrat Jörg Bensberg verfolgten ebenso wie Regierungsbrandmeister Dieter Schnittjer, Behördenvertreter des Landkreises Ammerland und Heino Brüntjen als stellvertretender Kreisbrandmeister die teils aufwendigen Handlungen der eingesetzten Kräfte.