Varel - Nasse Füße mitten auf der Straße: Bei den zum Teil heftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen wurde wieder einmal deutlich, dass einige Straßen in Varel ein Problem mit dem Wasserablauf haben. Stellenweise sammelt sich das Wasser über mehrere Meter bis zur Fahrbahnmitte. Besonders für die Anwohner ist das ärgerlich.

So klagen etwa Anwohner der Straße Achter de Gast in Obenstrohe, der Danziger, der Stettiner und der Marienburger Straße über die Wassermassen vor der eigenen Haustür, um nur einige Beispiele zu nennen. Mal seien es Senken in den Fahrbahnen, in denen sich das Wasser sammele, mal sei der Abfluss zu klein, als dass er die großen Wassermengen bei Starkregen bewältigen könnte.

In der Stadtverwaltung sind die Probleme indes nicht neu. Bereits im Mai berichtete die NWZ über die Probleme in der Marienburger Straße. Damals erklärte Bauamtsleiter Jörg Kreikenbohm, dass die Verkehrssicherheit der Straße durch die Pfützen nicht gefährdet sei. Im Übrigen sei die Straße kein Einzelfall – alle Straßen, die in den 60er und 70er Jahren gebaut wurden, hätten ähnliche Probleme. Solange die Straßen aber sicher seien, könne wegen der schwierigen Haushaltslage der Stadt nichts unternommen werden.

Daran habe sich auch bis heute nichts geändert, erklärte Olaf Freitag, stellvertretender Baumatsleiter in Varel, auf Nachfrage der NWZ. Die Straßen seien meistens in einem vertretbaren Zustand.

Saniert würden sie aber nicht nur dann, wenn Sicherheitsmängel es unumgänglich machten, sondern auch, wenn andere Gründe für eine Sanierung sprechen, sagte Olaf Freitag. „Das kann zum Beispiel sein, wenn der OOWV (Oldenburgisch Ostfriesischer Wasserverband) die Kanäle erneuern will.“ So werde es beispielsweise an der Neumühlenstraße gehandhabt.

Größere Sanierungsarbeiten müssen aber ohnehin in den Haushalt der Stadt Varel eingestellt werden. Kleinere Reparaturarbeiten seien aber auch so möglich.