Friesland - Erschöpft und müde, aber zufrieden kehrten jetzt die 52 Helfer vom DLRG-Wasserrettungszug Friesland von ihrem Einsatz im Hochwassergebiet an der Elbe aus Hohnstorf zurück.

Fünf Tage lang waren die Retter rund um die Uhr im Einsatz, patrouillierten mit Booten auf der reißenden Elbe und fischten Treibgut ab um weiteren Schaden von den durchweichten Deichen abzuwenden (die NWZ  berichtete). Darüber hinaus wurden Einsätze weiterer Rettungskräfte abgesichert.

„Das Hauptproblem war die Fließgeschwindigkeit des Wassers, 25 Prozent schneller als das, wofür die Deiche ausgelegt sind“, erzählt Eckhard Kaufeld vom Wasserrettungszug. Bis zu 5000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde flossen die Elbe runter und drückten auf die Deiche. 4000 Kubikmeter dürften es nur sein. Deshalb durften die DLRG-Taucher nicht ins Wasser.

Dass Hohnstorf vom Schlimmsten verschont blieb, hatte es neben dem Einsatz der Rettungskräfte auch seiner optisch zwar wenig ansprechenden, aber dafür schützenden Spundwand zu verdanken – im auf der anderen Elbseite liegenden Lauenburg fehlte diese. Die Folge: Die historische Altstadt versank in den Fluten.

Auch Mitglieder der Fachgruppe Beleuchtung des THW-Ortsverbandes Jever waren an der Elbe im Bereich des südlichen Magdeburgs im Einsatz. Sie kehrten jetzt ebenfalls zurück.

An neun Tagen hatten sie nachts an etwa 5,2 Kilometern Deich für Licht für Bundeswehr, DLRG und Feuerwehr gesorgt. Ein dickes Lob gab es für die Helfer vom Ortsbeauftragten Marco Hinrichs: „Wir können alle stolz auf unsere Helfer sein – sie sind für den Ernstfall gut gerüstet.“