RODENKIRCHEN - RODENKIRCHEN/ERW - Mit den Worten „Es war ein ruhiges Jahr“ begann Ortsbrandmeister Jürgen Rohde seinen Jahresbericht bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rodenkirchen am Freitagabend in der Markthalle. Zusammen mit Stadlands Bürgermeister Boris Schierhold ehrte er Oberlöschmeister Horst Rösner, der nach 42 aktiven Jahren nun in die Altersabteilung wechselt.

In seinem Jahresrückblick berichtete der Ortsbrandmeister, dass die Wehr in 2005 zu zwei Groß- und fünf Kleinbränden ausrückte, neun Hilfeleistungen absolvierte und sich sieben Mal wegen Fehlalarmierungen auf den Weg begeben musste. Die Brandmeldeanlagen, die für Fehlalarme sorgten, befinden sich zum einen im Wesertunnel und zum anderen in einem Rodenkircher Seniorenheim.

Die 46 aktiven Mitglieder der Wehr, die 13 Kameraden der Altersabteilung sowie die 16 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr haben im vergangenen Jahr 7526,5 Dienststunden und 570 Einsatzstunden geleistet. Das Durchschnittsalter der Wehr liegt bei 33,4 Jahren. Von den Mitgliedern nahmen zwölf an Lehrgängen teil. „Dies ist erheblich weniger als noch im vergangenen Jahr, aber inzwischen haben wir schon einen sehr guten Ausbildungsstand erreicht“, betonte der Ortsbrandmeister.

Besonders positiv empfand Jürgen Rohde die Deichnotstandsübung. Probleme seien dabei deutlich geworden. Es habe sich gezeigt, dass die Freiwillige Feuerwehr nicht über ausreichend Kräfte verfüge, wenn der Notfall eintritt, berichtete Jürgen Rohde. Die Kameraden seien dann für die Verkehrssicherung und Hilfeleistungen rund um die Deichsicherung eingeteilt, könnten aber nicht alle erforderlichen Maßnahmen alleine tätigen. Hier sollten gegebenenfalls auch andere Hilfsorganisationen mit eingebunden werden, sagte der Ortsbrandmeister. Des Weiteren bemängelte er den Rückbau des Bahnübergangs zur Holländerrampe an der Nordseite des Wesertunnels. Bei einem Einsatz im Tunnel müsste gegen den Verkehrsfluss in die Nordröhre eingefahren werden.

Für die Kameraden der aktiven Wehr blieb auch 2005 noch genug Zeit, um gemeinsam zu feiern. Ob Grünkohlessen, Völkerballturnier oder Hochzeitsfeier – alle Beteiligten hatten ihren Spaß.

Die Jugendfeuerwehr besteht zurzeit aus vier Mädchen und zwölf Jungen, denen vier Betreuer zur Seite stehen. In 2005 leistete die Jugendfeuerwehr 4541 Dienststunden. Neben dem feuerwehrtechnischen Dienst nahmen die Jugendlichen auch am Zeltlager in Gerwisch teil, besichtigten unter anderem die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Brake sowie die Flughafenfeuerwehr in Bremen.

An Freitagabend standen auch noch Beförderungen auf der Tagesordnung. Es wurden Sven Neugebauer, Lars Fricke und Tobias Hein zum Feuerwehrmann, Sönke Drage, Stefan von der Lieth und Lars Stratmann zum Oberfeuerwehrmann, Dennis Niehus, Stephan Boettcher und Holger Naß zum Hauptfeuerwehrmann, Frank Volkmann zum Oberlöschmeister und Detlef Hans zum Hauptlöschmeister befördert.