ROSTRUP - Die letzte Gefahrgutübung auf dem Bundeswehrgelände in Rostrup war für Heinz Lohmüller eine ganz Besondere: Sie war seine Letzte als Führer des Gefahrgutzuges Ammerland.

Kreisbrandmeister Johann Westendorf dankte Lohmüller für seinen unermüdlichen Einsatz im Gefahrgutzug und überreichte ihm die Verdienstmedaille in Silber des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes. „Heinz, du hast in den fast 20 Jahren als Gefahrgutzugführer hervorragende Arbeit geleistet“, so Westendorf. Und weiter: „Dir ist es mit zu verdanken, dass sich die Ammerländer jederzeit auf ihren Gefahrgutzug verlassen konnten“. Nachfolger von Lohmüller ist der Chemiker Carsten Prellberg, sein Stellvertreter heißt Carsten Steenblock.

Als die Technische Zentrale 1967 ihre Arbeit in Elmendorf aufnahm, war auch ein so genannter „Gerätewagen-Öl“ unter den Fahrzeugen. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Geräte hinzu. Ein neues Fahrzeug wurde angeschafft und war schon komplett ausgerüstet, als der Landtag 1989 die Verordnung für Gefahrgut verabschiedete. Jetzt fehlten nur noch die Spezialisten, die Fahrzeug und Geräte bedienen konnten. Der damalige Kreisbrandmeister Bernhard Henken ernannte Heinz Lohmüller zum Zugführer Gefahrgut. Unverzüglich nahm er zusammen mit Stellvertreter Walter Foken die Arbeit auf. Beide entwickelten sich schon bald zu Experten auf diesem Gebiet.