Salzgitter - Flüchtlinge sollen in Salzgitter bei ihrer Suche nach Wohnraum von mutmaßlichen Geschäftemachern abgezockt worden sein. Es handele sich vermutlich um einen bislang einzigartigen Fall in der Region, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christian Wolters, der „Braunschweiger Zeitung“ am Mittwoch. Ermittelt werde gegen einen Mann und eine Frau aus Salzgitter.

Die Flüchtlinge sollen bei der Wohnungsvermittlung, bei der die Frau arbeitet, zunächst abgelehnt worden sein. Gegen Zahlung einer Vermittlungsgebühr habe der Mann ihnen Wohnraum in Aussicht gestellt und Teile des Geldes an die Frau weitergeleitet. Die Flüchtlinge bekamen dann doch Wohnungen von dem Unternehmen. Es seien Summen zwischen zwischen 600 und 1700 Euro geflossen. Die Staatsanwaltschaft geht nicht davon aus, dass die Flüchtlinge ihre Wohnungen verlassen müssen.