SANDE - Gemeindebrandmeister Werner Keller mahnt den Neubau eines Feuerwehrhauses an. Die Feuerwehr benötige zudem ein Einsatzleitfahrzeug.

von annette kellin

SANDE - Die Anforderungen an die Freiwillige Feuerwehr durch Industrieansiedlungen und den Bahnverkehr nehmen ständig zu. „Im Grunde erwarten wir von den ehrenamtlichen Einsätzkräften in Sande genauso viel wie wir von einer Berufsfeuerwehr erwarten“, erklärte der stellvertretende Landrat Olaf Lies anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Sande.

Gemeindebrandmeister Werner Keller ging in seinem Bericht auch auf die mögliche Trassenführung der Bahnumgehung ein. Gemeinsam mit den Ortsbrandmeistern der Wehren aus Sande und Gödens und den Stellvertretern hatte er ein Papier erstellt, dass er Bürgermeister Josef Wesselmann übergab. Keller betonte, dass die Brandschützer die so genannte Westumgehung bevorzugen. „Von der Einsatztaktik lässt sich diese Variante besser managen“, sagte er. In jedem Fall sei es aber entscheidend, höhengleiche Bahnübergänge zu vermeiden.

Die Wehren aus Sande hatten in 2006 insgesamt 64 Einsätze, davon 16 Brandeinsätze. Zum Glück habe es keinen Großbrand gegeben, so Keller. Es waren auch ungewöhnliche Einsätze dabei, darunter Hilfeleistungen bei der Bergung toter Vögel zum Schutz vor der Vogelgrippe und die Ölbekämpfung am Strand von Schillig.

Der Personalstand geht in Gödens zurück. Dort schrumpfte die Wehr innerhalb von zwei Jahren von 44 auf 38 Mitglieder. Noch sei man voll einsatzfähig, es gelte aber, verstärkt um Mitglieder zu werben.

In Sande dagegen wurde die Wehr um drei Kameraden aufgestockt. Jeder der Feuerwehrleute leistete im Schnitt 78 Dienststunden.

Werner Keller unterstrich die dringend notwendige Neuanschaffung eines Einsatzleitwagens für Sande. Ebenso mahnte er den Neubau eines Feuerwehrhauses in Sande an.

Bürgermeister Josef Wesselmann teilte mit, dass das Geld für den Wagen frei sei, er betonte aber, dass die Verwaltung es nicht nur mit den Wünschen der Feuerwehr zu tun habe, sondern auch andere Belange berücksichtigt werden müssten. Die Jugendflamme nahmen Teelke Battermann und Florian Lammers entgegen. Beide hatten die volle Punktzahl erreicht.

Befördert wurden Daniel Anke zum Oberfeuerwehrmann, Heinz Löschen, Andreas Berger und Claus Langer zu Löschmeistern, Wolfgang Wille zum Hauptlöschmeister und Karlheinz Wille zum Brandmeister.

Geehrt wurden Rainer Lauts, Helmut Frank Schepker, Thomas Klemptner und Claus Langer (alle 25 Jahre) sowie Rolf Weegen (50 Jahre) mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen für langjährige Dienste im Feuerlöschwesen.

Ihren Abschied in die Alterwehr nehmen Jens Pruin und Wilfried Osterholz. Sie erhielten die silberne Ehrennadel den Feuerwehrverbandes.