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BRANDSCHUTZ Rauchmelder können Leben retten

SANDE - 58 Einsätze bewältigten die Ortswehren in Sande und Gödens im vergangenen Jahr. Sie kamen auf 7711 Einsatzstunden

Von Ulrich Schönborn

SANDE - Mit eindringlichen Worten appellierte Sandes Kreisbrandmeister Werner Keller auf der Hauptversammlung der Gemeindewehr an die Bevölkerung, die Wohnungen mit Rauchmeldern auszustatten. „Rauchmelder schützen Leben“, sagte Keller vor versammelter Mannschaft im Dorftreff in Mariensiel. Gerade bei Wohnungsbränden seien Personen durch die entstehenden Rauchgase gefährdet – vor allem nachts, wenn sie schliefen.

Seinen Appell verband er mit einem Beispiel: 100 Gramm Schaumstoff erzeugten beim Verbrennen 250 Kubikmeter Rauchgase. Eine 75 Quadratmeter große Wohnung habe einen Rauminhalt von 210 Kubikmetern: „Schon ein brennendes Stuhlkissen würde ausreichen, um eine Wohnung zu verqualmen“, sagte Keller.

58 Brand- und Hilfseinsätze stehen in der Bilanz der Gemeindewehr – 22 für die Ortswehr Gödens und 36 für die Ortswehr Sande. Dazu kommen drei Fehlalarme. Einen Großbrand gab es nicht.

Den bei den Bränden entstandenen Schäden von 56 000 Euro stehen nach Angaben Kellers erhaltene Werte in Höhe von 1,7 Millionen Euro gegenüber.

Seine „Feuertaufe“ hat das neue Tanklöschfahrzeug der Ortswehr Gödens bestanden. Am 9. November wurde die Wehr zu einem Unfall auf der Autobahn gerufen. Dort war ein Auto in die Böschung geflogen und auf dem Dach liegen geblieben. Mit Hilfe von Schere und Spreizer wurde der verletzte Fahrer geborgen und anschließend über eine beleuchtete Behelfsbrücke zum Rettungsfahrzeug transportiert. „Alle dafür benötigten Helfer und Gerätschaften waren an Bord des neuen Fahrzeugs“, betonte Keller.

Damit die Einsätze reibungslos und effektiv über die Bühne gehen können, haben die Brandschützer auch im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Übungen und Lehrgänge absolviert. Unter anderem stand Ende April ein simulierter Flugzeugunfall auf dem Flugplatz Mariensiel auf dem Übungsprogramm. Anfang August musste mit Hilfe der Feuerwehr Sande tatsächlich ein verunglücktes Flugzeug aus dem Deichvorland des Flugplatzes geborgen werden (die NWZ berichtete).

Insgesamt summierten sich Einsätze und Übungen der beiden Ortswehren auf 7711 Einsatzstunden. Die Gemeindewehr umfasste zum Jahresende 90 aktive Mitglieder, 40 in Gödens und 50 in Sande. Der Alters- und Ehrenabteilung gehörten 29 Kameraden an, die Jugendfeuerwehr hatte 16 Mitglieder, darunter zwei Mädchen.

Die Jahresberichte aller Abteilungen zeugten auch von vielfältigen geselligen Veranstaltungen, die die Kameradschaft in den Wehren festigten.

Nachdenkliche Worte kamen allerdings von Ehrengemeindebrandmeister Rolf Hinz: Er bedauerte, dass es immer schwieriger werde, Gastfamilien für die Partnerwehr aus Ückermünde zu finden, die auch zu dieser Hauptversammlung wieder eine Delegation mit Brandmeister Klaus Buth an der Spitze nach Sande geschickt hatte. Seine Bitte um mehr Engagement für die Partnerschaft wurde mit Beifall aufgenommen.

Ehrungen und Beförderungen bei der Sander wehr

Für 40-jährige Mitgliedschaft

in der Feuerwehr Sande wurde Helmut Damke ausgezeichnet. Seit 25 Jahren ist Wim Klein dabei.

Befördert wurden

Edo Schnarre, Jens Pruin und Karl Adden zu Oberlöschmeistern. Uwe Dierks wurde zum Löschmeister befördert.

Ein neues Amt

bekleidet Karl Adden. Der ehemalige Gemeinde-Jugendfeuerwehrwart wurde von den friesländischen Wehren einstimmig zum Kreis-Jugendfeuerwehrwart gewählt. Sein Nachfolger in Sande ist Andreas Berger.

Das Engagement

der Geehrten und Beförderten würdigte der stellvertretende Kreisbrandmeister Helmer Schönheim: "Der ehrenamtliche Dienst in der Feuerwehr - oft unter Einsatz des eigenen Lebens – ist gar nicht hoch genug einzuschätzen", sagte er. Die Feuerwehr sei eine verschworene Gemeinschaft, in der sich jeder auf den anderen verlassen könne.

90 Aktive, 29

Alterskameraden und 16 Jugendliche gehören der Wehr an

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