SANDE - Bibiliothek, Polizei und Sozialstation erinnerten am Donnerstag in einer Feierstunde mit Vertretern aus Rat und Verwaltung an die einstmals beengten Zustände, als Bibliothek und Sozialstation quasi noch im Hinterzimmer im Sander Rathaus untergebracht waren und die Polizei Untermieter der örtlichen Volksbank-Filiale war.

Sande, Hauptstraße 68 – das war vor dem Neubau lange braches Kirchenland mit einem alten Haus. Bürgermeister Josef Wesselmann, der damals noch nicht Bürgermeister war, erklärte, mann müsste eigentlich von oben auf das Gebäude gucken: Dann könne man in dem Gebäude das aufgeklappte Buch erkennen, wie es der Architekt seinerzeit konzipiert hatte.

Für den Neubau mit insgesamt rund 550 Quadratmetern Grundfläche nahm die Gemeinde Sande seinerzeit 2,25 Mio. D-Mark in die Hand. Nach einem Bürgerentscheid im Januar 2000 folgte Ende März 2000 die Grundsteinlegung. Rund neun Monate später war der Bau fertig.

Das Gebäude Hauptstraße 68 ist den Bürgern vor allem als Gemeindebibliothek bekannt – die hat zweifelsohne den größten Publikumsverkehr aller drei Mieter. Und die Bibliothek hat mit dem Umzug vom Rathaus-Hinterzimmer in den Neubau nicht nur ihre Leserzahlen um rund 150 Prozent erhöhen können, sondern ist mit zahlreichen Veranstaltungen längst auch wichtiger kultureller Treffpunkt in Sande geworden.

Auch die Sozialstation Sande mit ihren insgesamt zwölf Pflegefachkräften fühlt sich rundum wohl in dem Gebäude, betonte die Leiterin Ulrike Schoolmann. Die Einrichtung werde gut angenommen.

„Nur die Polizei arbeitet hier mehr im Stillen und Verborgenen“, meinte Wesselmann, „vermutlich so ähnlich wie ihre Klientel.“ Dass die Polizei mit ihrer Unterkunft im Obergeschoss nicht ganz glücklich ist, ist kein Geheimnis. Der Polizei wären Räume im Erdgeschoss lieber.

Angeblich soll ja in der Nachbarschaft bald die Feuerwehr-Station frei werden...