SANDHATTEN - SANDHATTEN/SO - Die Sandhatter Jugendfeuerwehr hat am vergangenen Wochenende einen ganz besonderen Einsatz absolviert: 14 Kinder und Jugendliche fungierten als Verletztendarsteller für die Großübung „Nordsee Express“ in Bremerhaven. Die Johanniter-Unfallhilfe hatte die Jugendwehr zu diesem Zweck bei ihrem Leiter Lutz Brümmer angefordert.

Das Szenario der Übung sah den Zusammenstoß eines Güterzuges mit einem Personenzug im Bremerhavener Bahnhof vor. Schon um vier Uhr morgens war die Sandhatter Gruppe am Sonnabend aufgebrochen. Zuerst wurden die Teilnehmer in der Feuerwehrwache in Bremerhaven als Verletzte geschminkt und eingewiesen. „Schon hier gab es offene Knochenbrüche, amputierte Beine, Kopfplatzwunden und vieles mehr zu sehen“, berichtet Lutz Brümmer. Die Mimen wurden dann im Reisebus zum Bahnhof gebracht und in einem Zug verteilt. Hier wurden dann die angenommenen „Verletzungen“ nochmals mit viel Kunstblut aufgefrischt.

Nach der kurz vor 9 Uhr erfolgten Alarmierung waren insgesamt 420 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und Maltesern aus Bremerhaven, Bremen und Cuxhaven vor Ort. Die von der Sandhatter Jugendfeuerwehr dargestellten „Verletzten“ wurden gerettet, versorgt sowie mit Blaulicht und Martinshorn ins Krankenhaus gefahren. Nach Übungsende gegen 13 Uhr trafen sich Verletztendarsteller und Einsatzkräfte zum gemeinsamen Essen in der Feuerwache. Für die Kinder und Jugendlichen gab es viel Lob und auf dem Rückweg noch ein Eis als Dankeschön.