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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Moorbrand verlangt Feuerwehren alles ab

16.05.2019

Saterland /Esterwegen Aufatmen bei den Feuerwehren im Nordwesten. Knapp einen Tag nach der Entdeckung des Moorbrandes in der Esterweger Dose konnte Feuerwehrsprecher Torsten Stindt den Brand am Mittwoch gegen 12 Uhr für weitestgehend gelöscht erklären. Nur noch ein paar kleinere Glutnester waren zu diesem Zeitpunkt von dem Feuer auf der Grenze zwischen den Kreisen Cloppenburg und Emsland übrig geblieben.

Dass der Großbrand so schnell gelöscht werden könnte, war am Abend zuvor noch nicht abzusehen. Nicht nur, dass das Moor am Dienstag zeitweise auf einer Länge von vier Kilometern und einer Fläche von etwa 40 Hektar in Flammen stand, erschwerend kam hinzu, dass die Brandherde in dem Naturschutzgebiet zum größten Teil nur zu Fuß zu erreichen waren. Wegen der schwierigen Gesamtlage waren nach Angaben der Feuerwehr etwa 400 Einsatzkräfte aus den Landkreisen Cloppenburg und Emsland sowie aus Ostfriesland zum Einsatz ins Moor gerufen worden. Diese mussten quer über die komplett für den Verkehr gesperrte Bundesstraße bis zu einen Kilometer Schläuche vom Küstenkanal durch das Moor verlegen – und sanken dabei zuweilen bis zu den Knien im Moor ein.

Als „enorm kräftezehrend“ beschreibt Stindt denn auch den Einsatz in dem unzugänglichen Gebiet. Vor Ort hätten die Feuerwehren anfangs an zehn bis zwölf Stellen gleichzeitig unter schwerem Atemschutz die meterhohen Flammen bekämpfen müssen. Glücklicherweise, so Stindt, habe das Moor aber nur oberflächlich gebrannt, so dass den Einsatzkräften ein Szenario wie im nahen Meppen erspart blieb, wo das Moor im vergangenen Jahr wochenlang metertief gebrannt hatte.

Warum das Feuer in dem Torfabbaugebiet nördlich von Esterwegen ausgebrochen war, ist noch unklar. Möglich sei, so Stindt, dass Funken der Moorbahn den ausgetrockneten Boden in Brand gesetzt hätten. Doch auch eine Selbstentzündung des Torfes sei möglich.

Auffällig ist, dass der Moorbrand bei Esterwegen bereits der vierte in diesem Jahr war. Zuvor hatte bereits Anfang April im Landkreis Osnabrück im Venner Moor eine Fläche von etwa einem Hektar und in Goldenstedt im Kreis Vechta ein Bereich von 60 Hektar gebrannt. In der Nacht zu Ostermontag war außerdem in dem Moorgebiet Gildehauser Venn bei Bad Bentheim an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen ein Feuer ausgebrochen. Zwischenzeitlich brannte es dort auf einer Fläche von etwa 30 Hektar.

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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