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Matthias Kruse Aus Scharrel Vermisst Sein Verschwinden gibt weiter Rätsel auf

Scharrel - Sein Handy ist nach wie vor ausgeschaltet. Und noch immer gibt es kein Lebenszeichen von ihm. Jetzt ist es schon einen Monat her, dass der 21-jährige Matthias Kruse aus Scharrel spurlos verschwand. Das war am 30. Oktober. Immer wieder bittet seine Mutter Ilse Kruse im sozialen Netzwerk Facebook darum, dass sich Matthias doch bitte melden soll. Sie fragt, ob ihn jemand vielleicht gesehen haben könnte. Mehrfach werden diese Aufrufe geteilt. Von Freunden, Verwandten, den DRK-Mitgliedern und auch von Menschen, die einfach nur helfen wollen.

„Wir vermissen Dich“

Auch auf seine eigene Facebook-Seite schreiben Freunde: „Matthias, wo bist du?“ oder „Komm bitte wieder nach Hause, wir vermissen Dich.“ Doch Matthias meldet sich nicht. Die Angst bleibt, dass ihm vielleicht doch etwas passiert ist.

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Noch immer keine Spur von Matthias Kruse

Dann – wenige Tage nach seinem Verschwinden – die Nachricht, dass er in Hamburg gesehen worden sein soll. Bei einer dortigen Bank habe er nach Angaben seiner Mutter Geld abheben wollen. Das Konto hat sie dann sperren lassen. Das geht, wenn sie die Vollmacht hat.

Doch wie kommt Matthias Kruse ohne Geld zurecht? Hat er eventuell irgendwo einen Job angenommen? „Das kann man herausfinden“, sagt Thomas Giehl, Pressesprecher der Feuerwehren im Saterland. Er müsse versichert sein und somit eine Sozialversicherungskarte haben. „Vielleicht kann man etwas über die Versicherung herausbekommen“, sagt er. Habe Matthias in einer Bank Geld abheben wollen, so könne man das bestimmt auf einem Überwachungsvideo sehen. So könnte man auch herauskriegen, ob es Matthias war, der Geld holen wollte, rät Thomas Giehl der Familie, der Matthias flüchtig kennt.

Denn der 21-Jährige war in der Feuerwehr Scharrel aktiv, er war Oberfeuerwehrmann. Er habe auch immer erzählt, dass er beim DRK sei und es ihm dort gut gefalle, erinnert sich Thomas Giehl.

Und auch Scharrels Ortsbrandmeister Stefan Vocks beschreibt Matthias als „sehr netten, lieben Jungen“. Vor einem halben Jahr sei er aus der Feuerwehr ausgetreten. Sein plötzliches Verschwinden bewege auch die Scharreler Kameraden. „Wir hätten ihn schon längst gesucht, wenn wir wüssten, wo wir anfangen sollen“, sagt er. „Er wurde von uns geschätzt und geachtet.“ Umso rätselhafter wird es, dass Matthias einfach verschwand.

Polizei Hände gebunden

„Er ist weg, aber wird rechtlich nicht vermisst“, sagt Maren Otten, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, im Gespräch mit der NWZ. Der Polizei seien rechtlich die Hände gebunden, da keine Gefahr für Leib und Seele bestehe. So darf sie zum Beispiel das Handy des 21-Jährigen nicht orten. Gleiches gelte für das Einholen von Daten bei der Bank in Hamburg.

„Wenn sich durch neue Hinweise ergeben sollte, dass etwas im Argen ist, wird die Polizei sofort einschreiten“, verspricht Maren Otten. „Für die Familie muss das ganz schrecklich sein“, sagt sie. Jedoch habe eine erwachsene Person auch Rechte. Heißt: Wenn sie beschlossen hat, den Kontakt zur Familie und zu Freunden abzubrechen, müsse man das akzeptieren. Ein Streit oder Ähnliches zwischen Matthias und seiner Familie sei ihr aber nicht bekannt.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland
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