Scharrel - Zwar war mit rund 60 Teilnehmer das 7. First Responder Symposium der Fachgruppe First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Scharrel am Sonnabend etwas schwächer besucht als noch vor zwei Jahren. Doch die Begeisterung der Teilnehmer glich diesen Punkt schnell wieder aus. Und so freute sich Benno Hermes, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr, über die vielen Ärzte, Helfer des Rettungsdienstes und der Feuerwehren, die an dem Symposium teilnahmen.

First Responder hat das Ziel, schnelle, qualifizierte und medizinische Hilfe zu leisten, bis professionelle Unterstützung kommt. Und so hat die Feuerwehr Scharrel vor 13 Jahren das erste „First Responder System“ im Landkreis Cloppenburg gestartet. Inzwischen habe sich das First-Responder-System als eine absolut konstante Einrichtung im Landkreis Cloppenburg in Kooperation zwischen den Feuerwehren und dem DRK etabliert und sehr bewährt, so Hermes. Die First Responder Arbeit erfordere jedoch sehr gute Qualifikation, Fortbildungen und Teamarbeit. Vor diesem Hintergrund hat die Feuerwehr Scharrel dann im Jahr 2007 das 1. First Responder Symposium veranstaltet.

Wolfgang Oltmanns als stellvertretender Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Cloppenburg informierte die Teilnehmer dann zunächst über die aktuelle Flüchtlingssituation im Landkreis Cloppenburg, bei der es auch für das DRK große Aufgaben zu stemmen gebe. „Wir haben hier in Cloppenburg zwischenzeitlich 500 Gäste aufgenommen und versuchen es diesen Menschen einigermaßen verträglich zu machen“, so Oltmanns.

Der Fachgruppe First Responder ist es auch in diesem Jahr wieder gelungen, hochinteressante Vorträge für die Veranstaltung mit namhaften Referenten zusammenzustellen.

„Rettungshelfer, Rettungssanitäter, Rettungsassistent und jetzt? –Der Notfallsanitäter“ hieß das erste Thema des Tages, zu dem Wolfgang Oltmanns referierte und den Seminarteilnehmern das neue Berufsfeld des Notfallsanitäters vorstellte.

Frank Witten und Timo Alberding stellten den Seminarteilnehmern das Einsatzalphabet vor. Das Einsatzalphabet stellt ein Schema da, nach dem Einsätze mit schwer erkrankten oder verletzten Personen abgearbeitet werden und jeder der Helfer sofort weiß, was zu tun.

„Klein aber oho!- Kindernotfälle“ lautete das Thema des dritten Vortrags, zu dem Dr. med. univ. Marcus Windorfer, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und Oberarzt im Klinikum Leer, zu den Kursteilnehmern sprach.

Anschließend gab es einen Workshop mit sechs Stationen, um das in Theorie gehörte in der Praxis testen zu können. So musste an der ersten Station einem Kind mit Rauchvergiftung durch Reanimation geholfen werden, an der zweiten Station kamen die Helfer auf einen Verkehrsunfall zu und mussten Hilfe leisten, während an der dritten Station ein Fahrradsturz simuliert wurde und einem Kind geholfen werden sollte. An den weiteren Stationen wurden ein Asthmaanfall, eine Unterzuckerung und ein Schlaganfall simuliert.

Am 16. April 2016 findet auf Einladung der Feuerwehr Scharrel das 8. First-Responder Symposium statt.