Harpstedt - Den Unfallwagen vor dem Feuerwehrhaus der Harpstedter Freiwilligen Feuerwehr umringten zahlreiche Schaulustige. Was sonst an einem Einsatzort nicht erlaubt ist, war am Sonnabendnachmittag erwünscht. Die Harpstedter Feuerwehrkameraden hatten zum Tag der offenen Tür eingeladen – erstmals seit 2008. Viele Samtgemeindebewohner nutzten die Gelegenheit, um einen Einblick in die vielseitige Arbeit der Wehr zu bekommen.
„Heute ist ein schöner Tag“, erklärte Ortsbrandmeister Eric Hormann. Mit gutem Grund, denn an diesem Nachmittag wurde der große Einsatzcontainer für Fahrten der Jugendfeuerwehr zu Zeltlagern übergeben, eine Anschaffung, die durch den Förderverein der Ortswehr und Sponsoren ermöglicht wurde. Und zugleich standen auch die neuen Räume für die Schulung des Feuerwehrnachwuchses im Flecken offen. Auch sie wurden offiziell eingeweiht, nachdem die Gemeinde in der Wohnung des alten Feuerwehrhauses entsprechenden Platz zur Verfügung gestellt hatte. Daneben findet die Kleiderkammer der Jugendwehr aus der Samtgemeinde hier einen zentralen Aufbewahrungsort.
Ortsbrandmeister Eric Hormann moderierte den vielbeachteten Ablauf des Unfalleinsatzes. In einem Pkw saßen zwei Freiwillige als Verletzte. Die Zuschauer erlebten live mit, wie die Rettung eingeklemmter und verletzter Unfallopfer im Ernstfall durch die Feuerwehr funktioniert.
Mit Martinshorn und Blaulicht kündigte sich der Einsatzwagen an. Die Erstversorgung der Verletzten und das Sichern des Fahrzeuges standen zunächst im Mittelpunkt. Danach wurden fachgerecht die Scheiben und mit Hilfe der hydraulischen Schere Türen und Dach entfernt.
Am Ende konnten die „Verletzten“ Marc Kornmann und Joel Back unversehrt aus dem Auto steigen. Für die beiden Freiwilligen eine aufregende Sache, besonders für Joel, der seit zwei Wochen als Gastschüler aus Finnland in der Familie von Malte Götze in Harpstedt weilt.
Aber auch sonst gab es viel zu sehen und zu erleben. So wie das ehemalige Puppenhaus, aus dem Klaus Stiller, in Harpstedt Fachmann für Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten, in Kleinarbeit ein Anschauungsobjekt machte. Im Dezember 2011 schloss er den Umbau des Puppenhauses ab. Seitdem ist anschaulich zu sehen, wie sich Rauch bei einem Brand ausbreitet. Parallel bot die Wehr eine Beratung rund um Rauchmelder an.
Zwischen den beiden Einsatzübungen und Vorführungen an einem Unfallwagen fanden die Hüpfburg und Gewinnspiele viel Beachtung.
