SCHORTENS - Hilferufe vom Dach der Nussfabrik Meienburg und ein „Großbrand“ in der benachbarten Halle der Brauerei haben am Samstagnachmittag im Gewerbegebiet Branterei an der B 210 für große Aufregung und viel Aufsehen gesorgt.

Sirenengeheul schrillte durch die Straßen, mehrere Feuerwehrwagen und Rettungsfahrzeuge eilten zum Ort des Geschehens, aus Sanderbusch kam Rettungshubschrauber „Christoph 26“ angeflogen, kreiste über dem Einsatzort und seilte Hilfskräfte mit der Rettungswinde ab. Schnell waren im Gewerbegebiet viele Schaulustige herbeigeströmt. Die bekamen erst nach einer ganzen Weile mit, dass es sich bei dem Großaufgebot nur um eine Einsatz- und Alarmübung handelte. Von Dramaturgie und technischem Aufwand her hätte man sich auch am Drehort eines Action- und Katastrophenfilms wähnen können.

Ausgangslage der Übung war ein schwerer Arbeitsunfall auf dem Dach eines Firmengebäudes und ein Gebäudebrand mit insgesamt acht vermissten und verletzten Personen. Die DRK-Kräfte hatten das Szenario ausgearbeitet, um das Zusammenspiel der einzelnen Rettungsdienste zu erproben. Ein Schwerpunkt bestand darin, mehrere Schwerverletzte medizinisch zu versorgen und aus großer Höhe zu bergen und u.a auf schnellstem Wege in eine Spezialklinik zu bringen. Parallel dazu bekämpfte die Feuerwehr einen Gebäudebrand, baute die Wasserversorgung auf und drang unter Atemschutz in die verqualmte Halle vor. Nicht nur die Kommunikationswege zwischen beiden Einsätzen, auch die Rettungsmaßnahmen selbst klappten reibungslos, so das Fazit von Einsatzleiter Helmut Lübben.

An der Einsatz- und Alarmübung waren die Feuerwehren aus Jever und Schortens, die DRK-Bereitschaft Schortens sowie „Christoph 26“ beteiligt. Und der Musikzug Sillenstede: Aus dessen Reihen stammten die Darsteller der Verletzten.

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