Schortens - Innerhalb von 5 Minuten nach der Alarmierung waren sie da mit drei Fahrzeugen. Und dann ging es Schlag auf Schlag: Der große Kran wurde ausgefahren, der Baumstamm, der auf dem völlig demolierten Auto lag, wurde angebunden, vorsichtig zur Seite gehoben und abgelegt. So würde es auch bei einem realen Unfall ablaufen. Dies war glücklicherweise nur eine Übung der 3. Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Schortens an der Oldenburger Straße.
Im Auto befand sich eine Puppe, die es zu retten galt. Dazu schnitten die Feuerwehrleute mit der hydraulischen Rettungsschere das Dach ab, so dass die „Person“ aus dem Auto herausgeholt werden konnte und im Ernstfall ärztlich versorgt werden könnte. Innerhalb von 30 Minuten war der Einsatz komplett erledigt und es mussten nur noch die Trümmer weggeräumt werden.
Zufrieden zeigte sich Gruppenleiter Heiko Onken mit der Leistung seiner Truppe. „Es hat alles gut geklappt. Bei solchen Einsätzen ist es extrem wichtig, schnell zu sein und gut koordiniert vorzugehen“, sagte er. Bei einem realen Unfall wäre es um ein Menschenleben gegangen. „Wir üben das, weil jetzt bei den Herbststürmen mit Unfällen dieser Art zu rechnen ist. Aber das Vorgehen müssen wir auch immer wieder bei anderen Autounfällen anwenden.“ Wichtig sei auch, dass auf den Fahrzeugen die richtige Ausstattung dabei ist. „Ohne Kran, zum Beispiel, wäre dieser Einsatz kaum zu bewältigen gewesen.“
