SCHWEEWARDEN - Die Alarmierung kam kurz vor dem Helferabend der Nordenhamer Johanniter: Um 19.08 Uhr am ver­gangenen Dienstag löste die Rettungs­leitstelle in Brake die Funkmeldeempfänger des Ortsverbandes aus. Zu diesem Zeitpunkt war den Helfern noch nicht bekannt, dass der wenig später gemeldete Verkehrs­unfall auf der Straße zwischen Schweewarden und Waddens nicht real war.

Hinter der Alarmierung steckte eine Übung für die Schnell-Einsatz-Gruppe. Helfer Steffen Stromitzky hatte sie sich ausgedacht. Die Einsatzleitung, hinter der sich Fachausbilder Stefan Onken verbarg, hatte diesen Auftrag per Funk durchgegeben: Aufbau einer Sanitätsstation nahe des Unfalles, um von dort abzutransportierende Patienten bis zum Weitertransport in Kliniken versorgen zu können.

Dafür wählte Gruppenführer Tobias Patzke ein Gelände in der Nähe des Rahdens aus, wohin er die Helfer mit einem Rettungs­- und einem Kranken­transportwagen sowie einem Kleinbus mit Anhänger, in dem die Station verfrachtet ist, führte.

Für die Sanitäter gab es allerhand zu tun. Während einige Helfer mit dem Strom­generator für Licht und Wärme sorgten, bauten andere das Zelt der Gruppe auf und installierten die medizinische Ausrüstung, um zügig Aufnahmebereitschaft für die erwarteten „Ver­un­glückten“ zu bieten. Auch Funkkommunikation und Führung mussten klappen.

Kurz nach den Sanitätern hatte der Ortsbeauftragte, der als einer der wenigen von der ansonsten geheimen Übung wusste, auch die Betreuungs­gruppe des Ortsverbandes alarmiert. Fünf Helfer der noch im Aufbau befindlichen Einheit rückten zum Einsatzort nach und bereiteten sich auf die Versorgung von nicht verletzten Unfallbeteiligten und Einsatzkräften vor.

Als Ortsbeauftragter Markus Wedemeyer und Ausbilder Stefan Onken gegen 21.15 Uhr die Übung beendeten, waren die Helfer dankbar für die warme Stärkung.

„Für die Betreuungskräfte war es der erste Alarmeinsatz – und wir sind sehr zufrieden“, zog Markus Wedemeyer Bilanz.