Schwei - Rund 70 Feuerwehrleute mussten am frühen Dienstagabend in Sekundenschnelle ihre Uniformen anlegen. Dass sie nur für eine Übung ausrückten, wurde ihnen erst klar, als sie am angeblichen Brandort eingetroffen waren.
Abriss steht bevor
Brandort war die alte Genossenschaft in Schwei, die zum Jahresende geschlossen hatte und in Kürze abgerissen werden soll. Gemeindebrandmeister Jörg Wiggers hatte die Einsatzübung zusammen mit dem Team der Truppmann-Ausbildung entworfen.
Das Szenario sah einen Brand vor, der aus unbekannter Ursache im Holzlager der Genossenschaft ausgebrochen war, in dem sich acht Menschen aufhielten.
Sie mussten unter schwerem Atemschutz in der verrauchten Lagerhalle gefunden und dann geborgen werden. Zunächst rückten die Ortswehren Schwei, Schweiburg und Reitland an, die um 17.57 Uhr alarmiert worden waren. Der Schweier Ortsbrandmeister Kim Klinkenberg übernahm die Einsatzleitung, Brandabschnittsleiter war Christian Bookmeyer.
Bald mussten die Ortswehren Seefeld und Rodenkirchen nachalarmiert werden, weil weitere Atemschutzgeräteträger gebraucht wurden.
Türen aufbrechen
Zunächst mussten die Brandretter zwei Eingangstüren aufbrechen, von denen eine, nämlich die Seitentür, mit einem Eisengitter gesichert war. Es wurde mit einer Akku-Säbelsäge durchtrennt, berichtet Andreas Reimers-Lochmann, der Gemeindepressewart der Feuerwehren.
Für die Löscharbeiten musste eine Wasserversorgung aufgebaut werden. Eine Leitung kam aus der Drosselstraße, die andere vom Hydranten vor der Genossenschaft. Wasser wurde aber nicht eingesetzt, es blieb bei einer Trockenübung.
Nach anderthalb Stunden konnten die Brandschützer abrücken. Gemeindebrandmeister Jörg Wiggers und das Truppmann-Team, die die Übung beobachtet hatten, zeigten sich zufrieden.
