Garrel - 1071 gerettete Menschen, davon 529 im gemeinsamen Einsatz mit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). 537 Menschen sind im vergangenen Jahr ertrunken in Deutschland – soviel wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) beklagt vor allem, dass immer weniger Kinder im Grundschulalter nicht richtig schwimmen können. 59 Prozent der zehnjährigen Mädchen und Jungen seien keine sicheren Schwimmer, teilte die DLRG in Hannover mit.
Doch wie sieht es in Garrel aus? Dank des Hallenbads in der Gemeinde und vielen Engagierten vom Schwimmunterricht in den Schulen, den Schwimmmeistern und der DLRG mit einem breiten Angebot zur Festigung der Schwimmfähigkeiten sei der negative Trend der Schwimmfähigkeit in der Gemeinde Garrel „glücklicherweise nur schwach ausgeprägt“, so Simon Sander, Pressesprecher der DLRG-Ortsgruppe. Ein Bewusstsein für die Gefahren am und im Wasser zu schaffen – das sei die Herausforderung in der Schwimmausbildung. Das sei das effektivste Mittel zur Bekämpfung des Ertrinkungstodes.
Ein weit verbreiteter Irrtum sei, dass mit dem Ablegen des Seepferdchens die Schwimmausbildung abgeschlossen sei, so Sander weiter. Tatsächlich aber bescheinige das Abzeichen nur, 25 Meter im Hallenbad irgendwie zurückgelegt zu haben. Dies sei natürlich bei Weitem nicht ausreichend, um sich sicher im Wasser bewegen zu können. Von „Schwimmern“ spreche man erst ab dem Jugendschwimmabzeichen in Bronze.
In der Ausbildung neuer Rettungsschwimmer könne man in Garrel mit 24 Erstabnahmen von Rettungsschwimmabzeichen im Jahr 2016 auf einen starken Nachwuchs an der Wachstation an der Thülsfelder Talsperre zählen. Rund 3250 Stunden hatten die Wachgänger in der vergangenen Saison ehrenamtlich dort geleistet.
