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Seuchen Totes Pferd liegt seit drei Wochen auf der Weide

SEEFELDERAUSSENDEICH - Der Körper des toten Pferdes zeichnet sich unter den vielen Decken ab. Einige Gurte sind zu erkennen, die dem Tier beim Rettungsversuch angelegt worden sind. Der linke Vorderhuf ragt hervor, der Kopf ruht auf einer roten Decke. Es ist still auf der Weide. Allmählich ziehen sich Schnee und Eis zurück, es wird wärmer. An diesem Mittwoch wird das tote Tier nach Auskunft von Stadlands Ordnungsamtsleiter Walter Lübben abgeholt.

Halter ist verpflichtet

Seit nunmehr drei Wochen liegt der Kadaver auf einem Feld in Reitlander Moor. „Davon ist mir nicht bekannt“, sagte Dr. Hans-Dieter Gahren, Leiter der Regionalstelle Wesermarsch des Zweckverbandes Veterinäramt JadeWeser, am Dienstag auf Anfrage der

NWZ

. Das sei ein Verstoß gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz. Der Halter sei verpflichtet, den Kadaver so schnell wie möglich abholen zu lassen. Aus Gründen der Tierseuchenvorsorge müssten verendete Tiere auf vorgegebenen Wegen entsorgt werden. Die Oldenburger Fleischmehlfabrik in Friesoythe-Kampe sei zuständig.

Auch Walter Lübben nahm die Besitzerin in die Pflicht, die am Dienstag ermittelt worden war. Diese hatte sich nach eigenem Bekunden, so der Ordnungsamtsleiter, vor Wochen an die Tierkörperbeseitigungsanstalt gewandt. Aufgrund der Witterung und der dadurch schwierigen Bodenverhältnisse habe die Bergung noch nicht erfolgen können. Das werde an diesem Mittwoch geschehen, sagte Walter Lübben nach einem Gespräch mit der Besitzerin.

Aus einem Graben gerettet

Wie berichtet, hatte die Freiwillige Feuerwehr Reitland am Sonntag, 31. Januar, das 20 Jahre alte Pferd mit Hilfe eines Treckers aus einem Graben in Reitlander Moor geborgen. Das Tier war auf dem Eis eingebrochen und hatte sich nicht aus eigener Kraft befreien können. Mittels Decken und Massagen versuchten die Helfer anschließend, das auf der Weide liegende Pferd wieder auf die Beine zu bekommen. Am Nachmittag musste das Pferd eingeschläfert werden, weil es aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen konnte.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake
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