Helgoland/Hooksiel - Acht deutsche und dänische Seenotrettungseinheiten haben vor Helgoland die Vermisstensuche geübt: Bei der von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger organisierten Übung waren die Seenotkreuzer „Minden“ (List auf Sylt), „Hermann Rudolf Meyer“ (Bremerhaven), „Bernhard Gruben“ (Norderney), das Seenotrettungsboot „Horst Heiner Kneten“ der Freiwilligen-Station Hörnum auf Sylt und die Hooksieler „Vormann Steffens“ beteiligt.
Die „Vormann Steffens“ ist zurzeit samt Besatzung auf Helgoland stationiert. Denn der dortige Rettungskreuzer „Hermann Marwede“ ist zur Wartung auf der Werft und wird von der „Vormann Steffens“ vertreten. Im Außenhafen Hooksiel liegt deshalb zurzeit die „Hannes Glogner“, die als Springer überall dort eingesetzt wird, wo ein Kreuzer fehlt.
Von dänischer Seite nahmen die „Lars Iversen“ aus Esbjerg, „Speditøren“ aus Hvide Sand und „Manø“ aus Struer des Küstenrettungsdienstes (Kystredningstjenesten) teil – alle ausschließlich mit freiwilligen Besatzungen.
In drei großen Szenarien wurden aufwendige Suchen nach Vermissten koordiniert. Jeweils eine der beteiligten Rettungseinheiten musste dabei die Aufgabe des Einsatzleiters übernehmen, der bei den zum Teil mehrstündigen Suchen die Koordinierung der Fahrzeuge übernahm.
Unterstützt wurden die Seenotretter von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Quickborn, die derzeit die Feuerwehr Helgoland unterstützen und sich als „Verletzte“ und „Schiffbrüchige“ zur Verfügung stellten, sowie vom Rettungsdienst Helgoland und Kappeln.
Bei zum Teil bis zu drei Metern Seegang stellte die Übung nicht nur für die Seenotretter, sondern auch für die Verletztendarsteller, die über längere Zeit eine Rettungsinsel besetzen mussten, eine nicht geringe Herausforderung dar. Insgesamt waren über 70 Menschen an der Übung beteiligt.
Einig waren sich zum Abschluss sowohl deutsche als auch dänische Seenotretter, dass die gemeinsame Übung 2013 wiederholt werden sollte.
