Oldenburg - Die Sonne scheint, als die blauweiße „Nis Randers“ am Sonntagmittag den Oldenburger Stadthafen verlässt. Eine steife Brise mit Böen bis zu fünf Windstärken kommt aus Nordnordwest, als Bernd Mansholt und Janek Plathe die Leinen losmachen und die Fender verstauen. Endlich der offizielle Start der dreimonatigen Grönland-Expedition, und an der Kaimauer winken Freunde und Familie, als der Einmaster Richtung Eisenbahnbrücke Kurs nimmt und mit dem ablaufenden Wasser über die Hunte auf Nordmeerfahrt geht.
Für Goldschmied und Weltumsegler Bernd Mansholt ist es nicht das erste Mal, dass er mit großem Bahnhof verabschiedet wird. 2004 startete er im Oldenburger Hafen mit der Nis Randers I zur Weltumseglung. Und doch gibt es einen entscheidenden Unterschied. „Damals wusste ich nicht so genau, ob ich je wieder nach Oldenburg zurückkommen würde“, sagte er im Vorfeld der Reise. Diesmal weiß er genau, dass er zurückkehren will. Nicht zuletzt, weil Ehefrau Andrea und Töchterchen Mathilda hier auf ihn ebenso warten wie Daniel, Mike und Maria, die schon damals mit ihm zur Weltumseglung gestartet waren.
Seine Kinder Mike und Maria waren es auch, die ihn auf die Idee gebracht hatten, die Grönland-Expedition als Benefiz-Törn für das Kinderhospiz Syke zu organisieren. Und so ist auch Hospiz-Leiterin Gaby Letzing zum Start der Grönlandsegler an den Stau gekommen. „Wer sich mit einem Cent pro Meile an der Grönland-Expedition beteiligt, ist am Ende mit etwa 50 Euro dabei“, rechnet Bernd Mansholt vor.
Die letzten Tage vor dem Start hatten Janek Plathe (28) und Bernd Mansholt (49) alle Hände voll zu tun: Für anderthalb Monate musste Proviant eingekauft werden. Vier Einkaufswagen voll bunkerten sie. Das Verstauen unter Deck war Generalstabsarbeit, an Bord gilt es schließlich keinen Platz zu verschenken. Zwölf Meter misst die Nis Randers, deren Rumpf für die Tour ins Nordmeer extra verstärkt wurde, um Eisgang aushalten zu können.
Drei Monate werden die beiden Männer, die Vater und Sohn sein könnten, Stunde um Stunde miteinander auskommen müssen. Der Kieler Seemann Janek Plathe war über einen NWZ -Artikel auf Mansholts Grönland-Expedition aufmerksam geworden und hatte sich bei ihm gemeldet. Nach ersten Törns auf der Weser waren die beiden überzeugt, miteinander klarzukommen (NWZ berichtete). Ohne 100-prozentiges Vertrauen geht es nicht, wenn einer schläft und der andere Wache geht.
Als die beiden den Stadthafen verlassen, bläst es weiter Nordnordwest. Wenn sich das nicht ändert, werden sie viel kreuzen müssen, wie Segler Zickzackfahren nennen.
Oldenburg - Die Sonne scheint, als die blauweiße „Nis Randers“ am Sonntagmittag den Oldenburger Stadthafen verlässt. Eine steife Brise mit Böen bis zu fünf Windstärken kommt aus Nordnordwest, als Bernd Mansholt und Janek Plathe die Leinen losmachen und die Fender verstauen. Endlich der offizielle Start der dreimonatigen Grönland-Expedition, und an der Kaimauer winken Freunde und Familie, als der Einmaster Richtung Eisenbahnbrücke Kurs nimmt und mit dem ablaufenden Wasser über die Hunte auf Nordmeerfahrt geht.
Für Goldschmied und Weltumsegler Bernd Mansholt ist es nicht das erste Mal, dass er mit großem Bahnhof verabschiedet wird. 2004 startete er im Oldenburger Hafen mit der Nis Randers I zur Weltumseglung. Und doch gibt es einen entscheidenden Unterschied. „Damals wusste ich nicht so genau, ob ich je wieder nach Oldenburg zurückkommen würde“, sagte er im Vorfeld der Reise. Diesmal weiß er genau, dass er zurückkehren will. Nicht zuletzt, weil Ehefrau Andrea und Töchterchen Mathilda hier auf ihn ebenso warten wie Daniel, Mike und Maria, die schon damals mit ihm zur Weltumseglung gestartet waren.
Seine Kinder Mike und Maria waren es auch, die ihn auf die Idee gebracht hatten, die Grönland-Expedition als Benefiz-Törn für das Kinderhospiz Syke zu organisieren. Und so ist auch Hospiz-Leiterin Gaby Letzing zum Start der Grönlandsegler an den Stau gekommen. „Wer sich mit einem Cent pro Meile an der Grönland-Expedition beteiligt, ist am Ende mit etwa 50 Euro dabei“, rechnet Bernd Mansholt vor.
Die letzten Tage vor dem Start hatten Janek Plathe (28) und Bernd Mansholt (49) alle Hände voll zu tun: Für anderthalb Monate musste Proviant eingekauft werden. Vier Einkaufswagen voll bunkerten sie. Das Verstauen unter Deck war Generalstabsarbeit, an Bord gilt es schließlich keinen Platz zu verschenken. Zwölf Meter misst die Nis Randers, deren Rumpf für die Tour ins Nordmeer extra verstärkt wurde, um Eisgang aushalten zu können.
Drei Monate werden die beiden Männer, die Vater und Sohn sein könnten, Stunde um Stunde miteinander auskommen müssen. Der Kieler Seemann Janek Plathe war über einen NWZ -Artikel auf Mansholts Grönland-Expedition aufmerksam geworden und hatte sich bei ihm gemeldet. Nach ersten Törns auf der Weser waren die beiden überzeugt, miteinander klarzukommen (NWZ berichtete). Ohne 100-prozentiges Vertrauen geht es nicht, wenn einer schläft und der andere Wache geht.
Als die beiden den Stadthafen verlassen, bläst es weiter Nordnordwest. Wenn sich das nicht ändert, werden sie viel kreuzen müssen, wie Segler Zickzackfahren nennen.
