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Wirbel um toten Häftling in der JVA Sehnde

15.03.2019

Sehnde Ein an Tuberkulose erkrankter Häftling der Justizvollzugsanstalt (JVA) Sehnde bei Hannover ist Ende Januar in der Medizinischen Hochschule Hannover verstorben. Entsprechende Informationen unserer Zeitung hat das Justizministerium am Donnerstag auf Nachfrage bestätigt. Die Infektionskrankheit Tuberkulose (TBC) wird durch Bakterien hervorgerufen, die meist die Lunge befallen.

Da der 35-jährige Somalier laut Ministerium bereits vor Haftantritt mit TBC infiziert war, befasst sich die Staatsanwaltschaft Hannover aktuell auch mit der Frage, ob es zu Versäumnissen bei Eingangsuntersuchungen und/oder der ärztlichen Betreuung während der Haftzeit gekommen ist. Im niedersächsischen Justizvollzugsgesetz ist eine ärztliche Untersuchung jedes Gefangenen „alsbald nach Aufnahme in die Anstalt“ vorgeschrieben. Der Inhaftierte war seit dem 21. September 2018 wegen verschiedener Delikte, darunter Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, in dem Hochsicherheitsgefängnis am Stadtrand von Hannover untergebracht. Das voraussichtliche Haftende war auf den 15. Januar 2020 datiert.

Ob es die TBC-Erkrankung war, die letztlich zum Tode des Mannes führte, steht noch nicht abschließend fest, weil der Obduktionsbericht laut Ministerium noch nicht vorliegt. Erkenntnisse darüber, dass sich Bedienstete und/oder Inhaftierte bei dem Verstorbenen infiziert haben, gibt es laut Ministerium nicht. „Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt der Region Hannover wurden in den vergangenen Wochen alle Personen, die mit dem Gefangenen länger als acht Stunden in einem Raum waren, namentlich erfasst und getestet. Da der Gefangene einzeln untergebracht war und in der Haft nicht gearbeitet hat, ist die Anzahl der Betroffenen sehr übersichtlich. Jedoch konnten sich Bedienstete und Inhaftierte auf ihren Wunsch natürlich auch freiwillig testen lassen“, erklärt Ministeriumssprecher Christian Lauenstein gegenüber dieser Zeitung. Nach seinen Worten hat es seit Januar 2018 bis heute im niedersächsischen Justizvollzug insgesamt 15 Todesfälle von Gefangenen gegeben, darunter fünf Selbsttötungen.

Das Thema medizinische Versorgung in der JVA Sehnde ist nicht neu. Bereits vor einigen Jahren hatten Betroffene über die offiziell nicht anerkannte Gefangenengewerkschaft der Anstalt nicht nur schlechte Arbeitsbedingungen, sondern auch eine mangelhafte medizinische Versorgung in dem Gefängnis beklagt.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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