Wildeshausen - Der beherzte Glockenschlag von Katrin Schmidt sorgte am Freitagabend für Ruhe im Feuerwehrhaus. Hier hatten sich 20 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Wildeshausen zur Wahl des neuen Stadtjugendfeuerwehrwarts eingefunden.

Es war für Frederik Kazuch nach acht Jahren der letzte Jahresbericht als Stadtjugendwart. Als Nachfolger wählten die Jugendlichen in geheimer Wahl Simon Schmidt zum neuen Stadtjugendfeuerwehrwart. Er hatte bislang die Funktion als 2. stellvertretender Jugendfeuerwehrwart inne gehabt.

Eine Wiederwahl gab es für Kathrin Schmidt, die damit 1. Stellvertreterin bleibt. Neu ins Amt kam Daniel Müller II. Er übernimmt den freigewordenen zweiten Stellvertreterposten. Als Betreuer fungieren Daniel Müller I, Daniel Müller II, Florian Gorski und Steve Hense neu.

Simon Schmidt bedankte sich für das ihm ausgesprochene Vertrauen. Stadtbrandmeister Helmut Müller sowie die stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Andre Gerke würdigten die Arbeit von Frederik Kazuch. Der nahm seine Ausbildertätigkeit in 2004 auf. Von 2009 bis 2011 war er stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart. Danach bis zur Versammlung Erster Jugendfeuerwehrwart.

Zuvor hatte Kazuch in seinem Bericht auf 4173 Dienststunden der Wildeshauser Jugendwehr verwiesen. „Betrachtet man das verteilt auf alle Helfer, Vorstand und Jugendliche, ergeben sich 208 Stunden pro Jugendfeuerwehrmitglied. Das ist beachtlich und orientiert sich an der aktiven Feuerwehr“, so Kazuch.

Aktionen in 2016 waren das Tannenbaumsammeln, der Orientierungsmarsch in Großenkneten, das Zeltlager in Vechta, die Qualifizierung am Bezirksentscheid und die Nachtwanderung.

„Ähnlich wird das Programm auch in diesem Jahr aussehen“, erklärte Schmidt in einem ersten Ausblick auf 2017. Als ehrgeiziges Ziel erklärte er, wieder 30 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr zu führen. Mit gutem Grund, gilt doch die Jugendfeuerwehr als „Kaderschmiede“ für die aktive Wehr.

Außerdem will Kathrin Schmidt in die Schule gehen und für den Feuerwehrdienst werben, um die Jugendwehr personell zu stärken. Vor allem sollen auch Mädchen für den Dienst in der Feuerwehr gewonnen werden.

Für Stadtbrandmeister Müller gute Signale: „Bleibt mit Ehrgeiz dabei. Von der Jugendfeuerwehr leben wir.“