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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

PROZESS: „Sokotest Levke“ unter Druck

19.05.2005

STADE /OLDENBURG STADE/OLDENBURG - Wegen möglicher Ermittlungspannen im Zusammenhang mit den Morden an Levke Straßheim (8) und Felix Wille (8) ist die Sonderkommission der Polizei erneut unter Druck geraten. Der Oldenburger Polizeipräsident Hans-Jürgen Thurau bestätigte gestern die Existenz von Videoaufnahmen. Sie zeigen einen Parkplatz, auf dem der Schulranzen und die Jacke von Levke gefunden worden waren. Auf den Aufnahmen konnte nach NWZ -Informationen ein Wagen identifiziert werden, der häufig vom geständigen Kindesmörder Marc Hoffmann benutzt worden, allerdings auf seine Mutter zugelassen war.

Thurau widersprach jedoch Behauptungen, der Täter sei zu erkennen gewesen. „Nach Auskunft der Ermittler ist Hoffmann auf dem Video nicht zu erkennen“, erklärte Thurau in einem Interview mit der NWZ. Die Videobänder zeigten auf den Parkplatz auffahrende Fahrzeuge. Dabei seien „lediglich die Kraftfahrzeugkennzeichen, nicht jedoch Fahrzeuginsassen zu erkennen“. Insgesamt gebe es „keine Veranlassung, an der Arbeit der Sonderkommission Kritik zu üben“, so Thurau.

Das Innenministerium in Hannover lehnte gestern eine Stellungnahme ab: „Wir wollen uns mitten im Verfahren nicht äußern“, sagte Ministeriumssprecher Michael Knaps der NWZ, „dies könnte den Prozess beeinflussen“.

Den ersten namentlichen Hinweis auf Hoffmann als möglichen Mörder hatte die Polizei Anfang September 2004 erhalten. Dies bestätigte eine Zeugin gestern beim Mordprozess vor dem Landgericht in Stade. Die Frau hatte den 31-jährigen Hoffmann benannt, der 1995 aus seinem Heimatort bei Attendorn nach Bremerhaven gezogen und wegen Vergewaltigung vorbestraft sei. In einem Waldstück bei Attendorn war jedoch Ende August Levkes Leiche gefunden worden.

Ein weiterer Zeuge hatte Ende September einen telefonischen Hinweis auf Hoffmann gegeben; er wurde erst zwei Monate später von der Polizei vernommen. Am 30. Oktober hat Hoffmann den kleinen Felix entführt und ermordet.

Das Gericht hörte gestern auch einen ehemaligen Mithäftling Hoffmanns als Zeugen an. Ihm soll der Angeklagte von sechs weiteren Morden berichtet haben. Dazu wollte sich der 46-Jährige nicht äußern. Er berief sich auf sein Zeugnisverweigerungsrecht.

KOmmentar, s.4

Der Tag im Gericht und

Thurau-Interview

auf Region, s.11

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