„Es ist erstaunlich, dass die alte Munition und Blindgänger erst nach über siebzig Jahren Kriegsende entfernt werden. Warum hat man diese Munition nicht schon damals entfernt, als die Bundeswehr dort mit Panzern und anderen schweren Fahrzeugen dieses Gelände befahren oder genutzt hat? Es muss den Verantwortlichen doch bekannt gewesen sein, dass dieses Übungsgelände ein ehemaliger Flugplatz war, der mit Bomben übersät wurde? War den Verantwortlichen überhaupt klar, was sie den Bundeswehrsoldaten zugemutet haben?
Was wäre geschehen, wenn ein Blindgänger bei einer Übung detoniert wäre? Nicht auszudenken. Auch als dieses Gelände für Spaziergänger freigegeben wurde, kam man nicht auf die Idee, diese Munition zu entfernen, warum auch, ist doch noch nie etwas passiert.“
„Am Donnerstag wurde meine Familie, vier Erwachsene und zwei kleine Kinder im Alter von zwei Jahren und zehn Wochen, um 13 Uhr von der Polizei darüber informiert, dass wir sofort unser Haus wegen einer Bombenentschärfung verlassen müssen. Wir wurden darauf hingewiesen dass es sowohl einen Aufenthaltsort im Senioren- und Pflegeheim Osterforde als auch im Hotel Hornbüssel in Bockhorn für die Evakuierten gibt.
Im Hotel Hornbüssel angekommen, standen wir vor verschlossenen Türen. Ein Anruf im Hotel ergab, dass man dort überhaupt nichts davon wusste. Daraufhin machten wir uns auf den Weg in das Möbelhaus Maschal, weil es dort für unseren Enkel die Möglichkeit gibt, im Kinderland zu spielen.
Als wir den Angestellten des Kinderlands von unserer Lage berichteten, wurden wir sehr freundlich und entgegenkommend behandelt. Uns wurde ein schöner Platz angeboten und kostenlos Kaffee und Kuchen spendiert. Und obwohl das Kinderland um 18.30 Uhr schließt, durften wir bis um 19 Uhr dort bleiben. Wir, die Familien Bartelt, Placke und Wichlacz, möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich für diese warmherzige liebevolle Behandlung bedanken.“
„Es ist schon ein mulmiges Gefühl, wenn man liest, was für Munition dort noch liegt. Und dass dieses Gebiet für die Bevölkerung gesperrt ist. Was mich aber ärgert ist, dass wir während unserer Dienstzeit bei der Bundeswehr in Varel ohne Einschränkungen dort üben bzw. die Manöver dort geführt wurden.
Und wenn ich dann noch lese, dass die gefundene Bombe nur 40 cm unter der Grasnarbe lag, ärgert es mich um so mehr.
Da kann man nur sagen,das alle Soldaten, die in Varel stationiert waren, einen Schutzengel hatten.“
