Augustendorf - Das hätte schlimm ausgehen können. Doch gerade noch rechtzeitig konnte ein großflächiger Waldbrand im Peheimer Feld verhindert werden. Was war geschehen? Ein Spaziergänger beobachtete am Feiertagswochenende (2./3. Oktober) in einem Waldgebiet hinter dem Wasserwerk in Augustendorf eine Gruppe, die dort ein Lager – abgeschirmt mit Tarnnetzen – aufgeschlagen hatte. Zunächst vermutete der Spaziergänger, es handele sich um Jäger und dachte sich nichts weiter dabei.

Am vergangenen Samstag ging er dort wieder spazieren und traute seinen Augen nicht. Dort, wo zuvor die Leute gecampt hatten, brannte und qualmte es. Eine Fläche von rund 30 Quadratmetern waren schon vom Feuer zerstört. Er informierte umgehend Revierförster Onno Striowsky.

Dieser rückte mit Kanistern voll Wasser an, musste aber schnell feststellen, dass das nicht reichen würde. Er rief die Freiwillige Feuerwehr Markhausen, die sofort zur Stelle war und den Flächenbrand löschte.

Der Brandherd war schnell ausgemacht: Inmitten der verkohlten Fläche war eindeutig eine Feuerstelle zu erkennen. Die Camper hatten also vermutlich ein Lagerfeuer gemacht und dieses später nicht sachgemäß gelöscht. Ohnehin hätte die Gruppe erst gar kein Feuer machen dürfen, denn: „Es herrscht höchste Waldbrandgefahr. Ein Lagerfeuer zu machen ist strengstens verboten“, sagte Striowsky am Montag im Gespräch mit der NWZ . Der Boden sei momentan sehr trocken und das Feuer könne sich – wie in diesem aktuellen Fall – unter der Grasnarbe weiterfressen. Das sei eine große Gefahr und nur durch Glück habe es keine Katastrohe gegeben.

Auch wenn der Vorfall glimpflich ausging, so möchte man die Verursacher gerne zur Rechenschaft ziehen. Unter anderem auch, weil die Gruppe im Umfeld des Lagerfeuers unerlaubt Bäume gefällt und ihren Müll – vor allem Bierflaschen – nicht entsorgt hatten. Daher meldete Striowsky das Feuer bei der Polizei.

Der Spaziergänger konnte Angaben zum Auto machen, das in unmittelbarer Nähe stand. es handelt sich um einen hellblauen Ford Fiesta älteren Baujahres mit CLP-Kennzeichen. Wer Hinweise zu dem Fahrzeug oder der Gruppe machen kann, kann sich an die Polizei Friesoythe wenden, t  04491/93160.