Friesoythe - „Verkehrsunfall, unklar, eventuell eine Person verletzt“ – mit dieser eher unspektakulären Einsatzmeldung begann am Sonnabend die Rettungsdienstübung „Trübes Wasser“ in Friesoythe, die in ihrem Umfang aber die rund 100 Kräfte vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Feuerwehr, der DLRG und des Kriseninterventionsdienstes (KIT) völlig überraschte.

Das Szenario an der Schillburger Schleuse: Ein PKW war gegen einen Reisebus gerast und anschließend an einen Baum geprallt. In dem Bus befanden sich 20 Fahrgäste, 16 von ihnen schwer verletzt. Zwei PKW-Insassen wurden in den Küstenkanal geschleudert, zwei weitere mit lebensgefährlichen Verletzungen eingeklemmt.

Mit einem Großaufgebot der einzelnen Hilfsorganisationen wurden über drei Stunden die einzelnen Aufgabenstellung durch die verschiedenen Einsatzkräfte abgearbeitet. Ein Übungsschwerpunkt war die Koordinierung durch die „Örtliche Einsatzleitung“, die durch Notärztin Elisabeth Lamping sowie Josef Völker, Heinz Dierker und Frank Witten vom DRK besetzt wurde. Weitere Übungsziele waren die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften und der Einsatzleitung sowie spezielle Rettungstechniken bei eingeklemmten Personen und zu Wasser.