Essen - Im Zweiten Weltkrieg ist den Aufzeichnungen nach im November 1943 ein amerikanisches Jagdflugzeug in der Bauerschaft Osteressen abgestürzt. Vor einigen Wochen begann eine Gruppe von 26 Mitgliedern der amerikanischen Gruppe „US DOD Defense POW/MIA Accounting Agency“ (DPAA) mit den Grabungen nach der abgestürzten Maschine.
Die Gruppe sieht ihre Aufgabe darin, vermisste und gefallene Personen aus dem Zweiten Weltkrieg, dem Korea- und Vietnam-Krieg, dem Kalten Kriege, Golfkriegen und anderen aktuellen Konflikten zu finden, und zwar unter dem Motto: „Du bist nicht vergessen!“ Es gehe auch darum, den Angehörigen vermisster und gefallener Soldaten nach Bergung der sterblichen Überreste Gewissheit zu verschaffen und letztlich einen Ort zu geben, an dem sie trauern und Abschied nehmen können, erklärte dazu Teamleiter Captain Jonathan Duncan. So ist mit Sabrina Táala auch eine Anthropologin vor Ort.
Mit Hilfe von Metalldetektoren, eines kleinen Baggers und viel schweißtreibender Handarbeit wird zur Zeit Schicht für Schicht der Absturzstelle abgetragen und der ausgehobene Sand gesiebt. Kleinere Wrackteile, Teile der Flugzeugreifen und Bordmunition konnten bisher geborgen werden. Der größte Teil davon wurde knapp unter der Erdoberfläche gefunden. Da es sich bei der Absturzstelle um ein Überschwemmungsgebiet der Lager Hase handelt, werden größere Wrackteile tiefer vermutet, zumal sich die Maschine mit großer Wucht in den Boden gebohrt haben dürfte. Mit äußerster Vorsicht graben sich die Mitarbeiter der Organisation tiefer in das Erdreich. „Wir sind sicher, die Stelle gefunden zu haben, an der sich die größeren Teile des Flugzeuges befinden“, erklärte Captain Jonathan Duncan. Wann letztlich die Hauptteile der Maschinen und die sterblichen Überreste der Piloten gefunden werden, kann Captain Duncan nicht zeitlich festlegen. „Wir gehen aber davon aus, dass wir noch längere Zeit hier sein werden“, vermutete Senior Airman Alexander Parkos, der auch als Dolmetscher fungiert.
