Wahnbek - Das Einsatzkommando kam kurz vor 12 Uhr. „Meine Frau stand gerade im Vorgarten“, erzählt ein Anwohner später der NWZ . Sie habe beobachtet, wie die Polizei vorfuhr – zwei Streifenwagen, zwei Zivilfahrzeuge. Männer stiegen aus, vermummt waren sie, hatten Hunde dabei.
Der Einsatzort am Donnerstagmittag war offenbar ein Mehrfamilienhaus an der Müritzstraße in Wahnbek. Mitten im Neubaugebiet, zwischen kleinen Einfamilienhäusern, in die junge Familien eingezogen sind. Gleich um die Ecke wird gerade die neue Kinderkrippe fertiggestellt.
Erst später wird bekannt, was das Einsatzkommando in Wahnbek macht. Es handelte sich um einen Großeinsatz des niedersächsischen Landeskriminalamtes gegen den internationalen Waffenhandel – gleichzeitig in Oldenburg, Bremen und Rastede. In Oldenburg konnte ein Sondereinsatzkommando eine Waffenübergabe verhindern und zwei Tatverdächtige festnehmen.
Die in diesem Fall federführende Staatsanwaltschaft Osnabrück – initiiert wurde der Einsatz von der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Internetkriminalität – hat für diesen Freitag eine Stellungnahme zum Einsatz und den Ergebnissen angekündigt.
Die Männer, die an der Müritzstraße in Wahnbek vorfahren, gehören zur Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit. Es sind polizeiliche Spezialkräfte, offenbar gekommen, um eine Privatwohnung zu durchsuchen.
Ob und was sie gefunden haben, ist noch nicht bekannt. Unter Nachbarn hieß es am Donnerstag allerdings, dass die Bewohner der Wohnung am Tage zuvor recht „stürmisch ausgezogen sein sollen“.
Rund eineinhalb Stunden sollen sich die Spezialkräfte in Wahnbek umgesehen haben. Am Nachmittag sagte ein Anwohner: „Hier ist alles wieder ruhig.“
