[SPITZMARKE]GREIFSWALD - GREIFSWALD/EB - An der Ostseeküste Vorpommerns haben Mikrobiologen der Uni Greifswald erhöhte Bakterien-Konzentrationen festgestellt. Dabei handele es sich vor allem um den Keim Vibrio vulnificus, der sich im derzeit warmen Wasser gut vermehre, teilte das Friedrich-Loeffler-Institut für medizinische Mikrobiologie in Greifswald mit. Touristen mit chronischen Infektionen sollten daher auch mit nur kleinen Hautverletzungen nicht in der Ostsee baden.
Vibrio vulnificus gehöre zur normalen Bakterienflora des Meerwassers, vermehre sich aber bei Wassertemperaturen über 20 Grad Celsius besonders gut. Der Keim könne über Hautverletzungen in den Körper eindringen und dort zu schweren Infektionen führen. Ein von diesem Keim befallener Patient befinde sich jetzt auf dem Weg der Besserung, bestätigte Professor Dr. Lutz Gürtler der NWZ .
Es bestehe aber keine Cholera-Gefahr an der Ostsee-Küste. Dazu müssten die Bakterien mit einem besonderen Virus infiziert sein.
