Oldenburg - Die EWE-Spendenaffäre beschäftigt jetzt auch die Justiz: Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Vorstandschef Matthias Brückmann wegen des möglichen Verdachts der Untreue. Dem 54-Jährigen wird vorgeworfen, „mutmaßlich eigenständig und ohne Berechtigung“ eine Spende in Höhe von 253.000 Euro aus dem Unternehmensvermögen an die Klitschko-Stiftung gezahlt zu haben.
Aktiv geworden ist die Staatsanwaltschaft aufgrund der Berichterstattung unter anderem in der NWZ.
Brückmann hatte die Spende im März 2016 der Stiftung zugesagt - in der Hoffnung, im Gegenzug Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko für PR-Termine nach Oldenburg holen zu können. Im Oktober wurde das Geld überwiesen. Klitschko kam bis heute nicht nach Oldenburg.
Die Prüfung der Vorgänge im Haus EWE läuft noch. Es geht dabei vor allem um die Frage, ob Brückmann gegen Unternehmensregeln im Umgang mit Spenden und Sponsoring verstoßen hat.
Brückmann hat am Donnerstag angekündigt, die 253.000 Euro aus eigener Tasche zu erstatten. Er sagte, er habe einen „persönlichen Fehler“ begangen. Rechtlich sei die Spende aber nicht zu beanstanden.
