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Sitzung „Steigende Einsatzzahlen gehen an die Substanz“

Dünsen - Zur letzten Sitzung kamen die Mitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV) jetzt in Dünsen zusammen. Zu dem vorweihnachtlichen Treffen in der Gaststätte „Landhaus Dünsen“ konnte Verbandsvorsitzender Peter Sparkuhl (Harpstedt) zahlreiche Gäste begrüßen, darunter Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes und Landrat Frank Eger.

Cordes betonte, dass die Samtgemeinde Harpstedt mit sieben Feuerwehren und insgesamt 450 Aktiven die meisten im Landkreis habe. Cordes machte zudem deutlich, dass es sich bei der Freiwilligen Feuerwehr nicht um einen „Spaßverein“ handele, sondern dass die Wehren Pflichtaufgaben der Kommunen wahrnehmen.

Einsatz bei Hochwasser

Vor dem Hintergrund der steigenden Hilfeleistungseinsätze dürfe nicht nur der finanzielle Aspekt betrachtet werden. Der Einsatz der Feuerwehrleute müsse auch von der Gesellschaft gewürdigt werden. Das Zeltlager der Jugendfeuerwehren zu Beginn der Sommerferien in Harpstedt habe ihm außerdem deutlich gezeigt, dass eine gute Jugendarbeit in den Feuerwehren geleistet wird, so der damalige Schirmherr Cordes.

Landrat Frank Eger blickte auf den Hochwassereinsatz in Lüchow Dannenberg im Juni dieses Jahres zurück, an dem die Kreisfeuerwehrbereitschaft mit 138 Kräften und 27 Fahrzeugen beteiligt war sowie einer Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Eger merkte an, dass sich in der Politik die Einstellung zur Feuerwehr geändert habe. So seien vom Landkreis mehrere Fahrzeuge beschafft worden, weitere Neuanschaffungen stünden noch bevor. Die neue Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) sei gut ausgestattet und die offizielle Einweihung soll im Frühjahr 2014 erfolgen.

Kreisbrandmeister Andreas Tangemann dankte den Einsatzkräften für die gute Zusammenarbeit. Er kündigte an, dass zum 1. April kommenden Jahres die Funkrufnamen geändert werden. So könnten sich die Sprechfunker an die neuen fünf- beziehungsweise sechsstelligen Nummernfolgen gewöhnen. Denn zu Beginn 2015 erfolgt die Einführung des Digitalfunkes und besondere Lehrgänge werde es nicht geben. Die Ausbildung an den neuen Geräten erfolge innerhalb des allgemeinen Ausbildungs- und Übungsdienstes.

Im kurzen Jahresrückblick betonte Verbandsvorsitzender Peter Sparkuhl, dass 2013 für die Freiwilligen Feuerwehren bislang ein Jahr mit viel Arbeit gewesen sei. Viele Feuerwehren im Landkreis hätten bereits fünfzig Einsätze und mehr abgearbeitet. Die Zahl der Technischen Hilfeleistungen bei schweren Verkehrsunfällen habe laut Sparkuhl zugenommen.

Sachliche Gespräche

Die steigenden Einsatzzahlen gingen „an die Substanz der Kameraden“. Bevor die Politik darüber nachdenken würde, ob es zu viele Freiwillige Feuerwehren gebe, sollte das Gespräch mit den Einsatzkräften gesucht werden. Dann würden laut Sparkuhl viele Dinge in einem anderen Licht erscheinen. Damit kein Unmut bei den Wehren aufkomme, müsse sachlich miteinander gesprochen werden.

Das KFV-Jahr wurde in gemütlicher Stimmung abgeschlossen. Werner Lüdeke sorgte für die musikalische Untermalung beim Singen der Weihnachtslieder.

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