STEIMBKE - Im Fall der getöteten 24-Jährigen aus dem Kreis Nienburg hat die Polizei weiterhin keine heiße Spur. Die teilweise entkleidete Leiche der Frau war am Freitag in einem Graben nahe der Ortschaft Steimbke gefunden worden. Entgegen ersten Vermutungen ist die Mutter dreier Kinder vor ihrem Tod jedoch nicht vergewaltigt worden. „Warum die Frau unvollständig bekleidet war, ist eine der zentralen und noch nicht geklärten Fragen“, sagte Staatsanwalt Lutz Gaebel am Sonntag. „Bei der Obduktion haben die Gerichtsmediziner keine konkreten Zeichen eines Sexualdeliktes entdeckt“, sagte Gaebel. Nach dem Obduktionsbericht wurde die Frau vermutlich erdrosselt oder erwürgt. Der Staatsanwalt sprach von „Zeichen der Gewalt im Halsbereich“.
„Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf das persönliche Umfeld der Toten“, sagte Gaebel. Freunde und Verwandte würden befragt werden. Ein Passant hatte die Leiche der 24-Jährigen rund 100 Meter von der Bundesstraße 214 entfernt entdeckt und die Polizei per Handy informiert.
