STENUM - Wohin nur mit dem Heu und Stroh? Diese Frage drängt sich auf, nachdem der Inhalt der Scheune in Stenum, die am Dienstag in Flammen aufgegangen ist, größtenteils auf einer benachbarten Weide liegt. Das Material ist nicht nur total durchnässt, sondern auch mit Brandrückständen, Holz und Nägeln durchsetzt.

„Das will bestimmt niemand haben“, ist Erwin Lüschen überzeugt, der seine Scheune für Lagerzwecke verpachtet hatte. Er hat den „Schreck in der Morgenstunde“ offenbar ganz gut verarbeitet: Der Brand war, wie berichtet, am Dienstag gegen 4 Uhr entdeckt worden.

Lüschen hatte den ganzen Tag über die Feuerwehr auf seinem Hof. Erst gegen 23 Uhr sei der letzte Heuballen auf die Wiese transportiert worden, berichtete der Landwirt. Die Feuerwehr rückte schließlich ab, kehrte aber in der Nacht noch einmal zurück, weil sich das triefnasse Stroh auf der Weide erneut entzündet hatte.

Ob er die ausgebrannte Scheune neu aufbauen will, hat sich Lüschen noch nicht überlegt. „Vielleicht bauen wir auch ein Wohnhaus oder machen den Platz frei, damit dort Schafe weiden können“, machte der 70-Jährige deutlich, dass er verschiedene Optionen für denkbar hält.

Die Brandermittler der Kripo haben sich mittlerweile in dem ausgebrannten Gebäude umgesehen. Über ihre Erkenntnisse verlautete Mittwoch noch nichts. Die Polizei will zunächst die ergänzende Untersuchung eines Versicherungs-Sachverständigen abwarten, ehe sie sich zur möglichen Brandursache und der Höhe des entstandenen Sachschadens äußert.